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DHL überrascht mit Änderung: Kunden haben bei Paketen neue Option

Von: Victoria Maiwald

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DHL-Boten müssen ab Juli bei einigen Kunden nicht mehr klingeln.
Die Deutsche Post führt einen neuen Service ein. © Monika Skolimowska/dpa

Pakete mit DHL versenden und empfangen ist nicht erst seit Corona mehr als gefragt. Kein Wunder, dass der erfolgreiche Postdienstleister seinen Service immer weiter ausbaut.

Dortmund – Besonders in der Coronavirus-Pandemie* hatten Paketdienstleister wie DHL ziemlich viel zu tun. Statt sich in volle Läden zu drängen, werden Waren lieber online direkt nach Hause bestellt. Da wundert es nicht, dass das Deutsche Post-Unternehmen seinen Service immer weiter ausbaut, wie RUHR24* berichtet.

UnternehmenDHL
HauptsitzBonn
Gründung25. September 1969, San Francisco, Kalifornien, Vereinigte Staaten

Aber nicht nur während Corona sind mehr Pakete in Deutschland unterwegs, besonders in der Weihnachtszeit werden viele Geschenke bestellt und mit DHL versendet*. Doch es kann immer mal wieder vorkommen, dass man es sich anders überlegt und das Paket doch nicht haben möchte. Was dann?

Ist es für eine Stornierung zu spät, gibt es immerhin noch die Möglichkeit, die Annahme eines Paketes zu verweigern. Das Problem daran: Dafür müssen Verbraucher zu Hause sein. Sind sie es nicht, geht das ungewollte DHL-Paket entweder an den vereinbarten Ablageort* oder an den Nachbarn. Bis jetzt.

Denn inzwischen ist es möglich, die Annahme von Paketen zu verweigern, auch wenn man gar nicht zu Hause ist. Die neue Funktion „Annahme verweigern“ versteckt sich in der Sendungsverfolgung von DHL und läuft komplett digital ab (mehr digitale News* bei RUHR24).

Dazu müssen Verbraucher den Punkt „Sie sind nicht da?“ auswählen, darunter finden sie die Funktion „Annahme verweigern“. Wie ein Test von Inside Digital allerdings zeigt, gilt das jedoch nicht für alle Pakete. Demnach würden Versandhäuser besonders für kleinere und nicht so wertvolle Artikel eine günstigere Versandart wählen. Pakete mit der Bezeichnung „Warenpost“ haben zwar eine Trackingnummer, die Zustellung erfolgt aber über die Postboten.

Mit der DHL-Sendungsverfolgung wissen Kunden immer, wo sich ihr Paket befindet – wenn sie denn funktioniert.
DHL baut seinen Service aus. © Christoph Schmidt/dpa

Haben Verbraucher allerdings die Möglichkeit, die Annahme eines Paketes zu verweigern, geht dieses direkt an den Absender zurück. Dabei ist es egal, von wo aus das Paket via DHL versendet wurde, entscheidend ist die hinterlegte Absender-Adresse.

Doch Vorsicht: Die Paketannahme zu verweigern ist nicht gleichzusetzen mit einem Widerruf. Wer es sich mit einem Paket anders überlegt und die Annahme verweigert, kann zur Kasse gebeten werden. Denn laut Ergo impulse berechnet DHL gewerblichen Anbietern bei einer Nichtannahme ihrer Waren eine Gebühr von vier Euro. Teilweise verlangen die Händler das von den Kunden zurück.

Das ganze funktioniert auch andersherum. Das bedeutet, auch der Absender kann ein bereits verschickte DHL-Paket mit der neuen Funktion zurückrufen, das berichtet das Portal paketda.de. In manchen Situationen kann sich das als durchaus praktisch erweisen. Zum Beispiel, wenn man als privater Versender bemerkt, dass man einem Betrüger auf den Leim gegangen ist und für seine Waren kein Geld sehen wird.

Dazu müssen Versender nur die Postleitzahl des Empfängers eingeben und können dann die gleiche Funktion „Annahme verweigern“ nutzen. Dann geht das DHL-Paket zurück zur angegebenen Absender-Adresse.

DHL selbst begründet den Schritt hin zu digitalen Annahmeverweigerung damit, dass durch die vermehrte Nutzung der Wunschzustellservices – wie Ablageort oder Nachbar – immer weniger Sendungen durch den Empfänger persönlich entgegengenommen werden. „Damit entfällt auch die Möglichkeit einer Annahmeverweigerung bei der Zustellung“, schreibt das Unternehmen.

Das soll außerdem diese Vorteile für die Versender haben:

Die Funktion kann übrigens digital so lange genutzt werden, bis die Sendung ins Zustellfahrzeug geladen wurde. Wer den Service aber partout nicht haben will, kann sich auf eine Blacklist setzen lassen.

DHL schreibt: „Wenn Sie das Angebot der digitalen Annahmeverweigerung für alle Ihre Sendungen ausschließen möchten, besteht die Möglichkeit, Ihre Kundennummer (EKP) auf eine Blacklist für den Service setzen zu lassen.“ Das soll über den Kundenservice funktionieren. *RUHR24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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