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Die Flotte wieder flott gemacht: THW Markt Schwaben weiht neues Fahrzeug

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Eingeweiht: Das neue Wechselladerfahrzeug MS 86/66.
Eingeweiht: Das neue Wechselladerfahrzeug MS 86/66. © Marcel Holler

Das Technische Hilfswerk Markt Schwaben hat jetzt ein neues Wechselladerfahrzeug. Doch die Pfarrer hatten noch mehr zu segnen.

Markt Schwaben – Die Arbeit geht nicht zu Ende. Das Technische Hilfswerk Markt Schwaben hat viel zu tun. Zwischen dem Pflichtprogramm hat es nun die Gelegenheit gefunden, einige neue Fahrzeuge zu weihen. Nur ein kleiner Kreis an Gästen aus Politik und anderen Hilfsorganisationen war dafür zur Hanselmühle gekommen.

Was beim THW seit März 2019 nahezu täglich auf dem Programm steht, ist der Corona-Einsatz. An bisher 220 Tagen leisteten die Ehrenamtlichen rund 6000 Einsatzstunden. Und es werden mehr, denn ein Ende des Einsatzes ist bisher nicht in Sicht, so das Fazit des THW.

Mit dem Aufbau der Hilfskrankenhäuser in den Landkreisen Ebersberg und Erding, diversen Transporten von Hilfsgütern und vielem mehr begann der Kampf gegen die Pandemie. Allein in der vergangenen Woche unterstützten die Markt Schwabener THW-Kräfte an zehn Einsatzstellen wie z.B. in umliegenden Impfzentren, bei Transportfahrten oder in den Stäben der Führungsgruppe Katastrophenschutz.

Eine „gewaltige Stütze“ in Zeiten wie diesen, nannte Landrat Robert Niedergesäß das THW Markt Schwaben und dankte den engagierten Einsatzkräften, ohne die solche Einsätze nicht möglich wären. Ebenfalls unmöglich sind Einsätze dieser Art ohne die richtige Ausstattung. Dank den Förderprogrammen des Bundes und dem in den letzten Jahren erarbeiteten Ebersberger Katastrophenschutzbedarfsplan, einem der ersten in Bayern, wird Ausrüstung beschafft und erneuert.

In diesem Zuge ersetzte der Landkreis Ebersberg an diesem Abend das alte Wechsellader-Fahrzeug (WLF) von 1990 durch ein deutlich moderneres. Pfarrer Herbert Walter von der katholischen und Pfarrer Karl-Heinz Fuchs von der evangelischen Kirche segneten das neue WLF gemeinsam mit den Fahrzeugen aus den letzten zwei Jahren, die wegen der Pandemie nicht gesegnet werden konnten.

Darunter befanden sich ein Mannschaftstransportwagen (MTW) und ein LKW-Kipper aus dem Jahr 2021, ein Jugend-MTW und ein geländegängiger Pkw aus dem Jahr 2020 sowie ein Radbagger aus dem Jahr 2019.

Wie nötig eine ständige Erneuerung der Ausstattung ist, wurde beim Hochwasser-Einsatz in Ahrweiler deutlich. THW-Ortsbeauftragter Günter Felsmann berichtete: „Dort waren vor allem geländegängige Fahrzeuge gefragt, die durch die von Schlamm und Trümmern durchzogenen Straßen zu den betroffenen Menschen durchdringen konnten.“

Im vergangenen Sommer waren die Einsatzkräfte vom THW Markt Schwaben an rund 40 Tagen in der Region Ahrweiler im Einsatz. Während der Räumarbeiten, logistischer Unterstützung, Erkundungs- und Vermessungsaufgaben, leisteten die blauen Helferinnen und Helfer dort knapp 3700 Stunden.

Auf insgesamt 115 Jahre kommen vier THWler, wenn es um ihren Dienst im Katastrophenschutz geht. So ehrte Landrat Robert Niedergesäß Alfred Krenn mit 40-jähriger sowie Johannes Wolter, Martin Huber und Stefan Schlee mit jeweils 25-jähriger Dienstzeit für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement mit dem Bayerischen Ehrenzeichen für den Dienst im Katastrophenschutz. Das zeigt, dass es im Markt Schwabener THW Ortsverband neben guter Ausstattung viele langjährige Aktive und ein gutes Team gibt, was stetig wächst.

Erst dieses Jahr legten sechs neue Ehrenamtliche ihre THW-Grundausbildung ab*. Mit den guten Entwicklungen im Ebersberger und Erdinger Katstrophenschutz kann man zuversichtlich auf die Bewältigung bevorstehender Einsätze blicken. In diesem Sinne endete die Fahrzeugsegnung im Markt Schwabener THW Ortsverband.

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