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"Die ganze Straße war weiß": Übler Hagelsturm malträtiert Radprofis

Während die Sieger im Ziel schon feiern, quälen sich einige Radprofis noch über die zweite Etappe des Criterium du Dauphiné. Und dann geht auch noch ein heftiger Hagelsturm auf sie herab. Deutschlands Weltmeister Tony Martin kann sich unter einen Baum retten, den Belgier Tim DeClerq trifft es dagegen hart.

Es sind schockierende Bilder: Der belgische Radprofi Tim DeClercq (Deceuninck-Quick Step) postet seine Rückenansicht bei Instagram. Rücken und Nacken sind schwer gezeichnet. Was aussieht wie ein heftiger Ausschlag sind tatsächlich heftige Blutergüsse. Sie stammen von einem Unwetterchaos. Bei der Radrundfahrt Criterium du Dauphiné in Frankreich ging am Donnerstag plötzlich ein heftiger Hagelsturm mit golfballgroßen Hagelkörnern los. Bilder aus einem Auto zeigen, wie schnell die Straße für die Radfahrer quasi unpassierbar war - glitschig und matschig vom Hagel.

Da hatte Tagessieger Primoz Roglic vom Team Jumbo-Visma Glück, auch der Dritte Emanuel Buchmann (Bora-Hansgrohe). Denn die Klassement-Fahrer schafften es noch vor dem Unwetter ins Ziel der zweiten Etappe. Buchmann lancierte auf dem 17,5 Kilometer langen Schlussanstieg mit durchschnittlich 6,2 Prozent Steigung kurz vor Schluss eine Attacke, den Konter von Roglic konnte aber niemand mehr mitgehen.

Der viermalige Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin war dagegen wie weitere "Nachzügler" völlig vom Hagel überrascht worden. Immerhin: Martin (Jumbo-Visma) konnte sich am Schlussanstieg zum Col de Portet noch in Sicherheit bringen. "Es fing etwa 1000 Meter vor dem Ziel an zu hageln", sagte Martin bei radsportnews.com. "Ich dachte noch, ich komme durch. Aber 500 Meter vor dem Ziel wurden die Körner immer größer und die ganze Straße war weiß. Ich konnte nicht weiterfahren. Ein Junge gab mir zuerst eine aufblasbare Matratze zum Schutz. Als es immer schlimmer wurde, haben wir alle unter einem Baum Schutz gesucht."

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Tim DeClercq leidet heftig.

(Foto: Screenshot: instagram.com/tim_declercq)

Der Edelhelfer von Tagessieger Primoz Roglic (Slowenien) blieb durch die Unwetterpause außerhalb des Zeitlimits, die Jury hatte allerdings ein Nachsehen mit den abgehängten Profis. "Als ob die Beine nicht schon weh genug getan hätten", meinte der ramponierte DeClercq zu seinem malträtierten Rücken. "Wenn die Etappe bei Critérium du Dauphiné noch nicht hart genug ist. Ich liebe meinen Job", schrieb der ebenfalls vom Unwetter erwischte André Greipel unter ein Foto auf Facebook, das ihn mit schmerzverzerrten Gesicht inmitten des Hagels zeigt.

Ein Ruhetag ist den Fahrern nicht vergönnt. Schon heute geht es von Cornec über 157 Kilometer nach Saint-Martin-de-Belleville. Mehrere heftige Anstiege warten: über 17,3 Kilometer auf 8,3 Prozent Steigung auf den Col de la Madeleine und der Schlussanstieg über 14,8 Kilometer mit durchschnittlich sechs Prozent Steigung ins Ziel. Diesmal hoffentlich ohne Unwetter.

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