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Die gelbe Filzkugel fliegt wieder

Die Herren 50 des Ottersberger TC um Sebastian Weil treten in der Nordliga an. Da es weder Auf- noch Absteiger gibt, haben sich die Ottersberger diesmal kein festes Saisonziel gesetzt.

Die Herren 50 des Ottersberger TC um Sebastian Weil treten in der Nordliga an. Da es weder Auf- noch Absteiger gibt, haben sich die Ottersberger diesmal kein festes Saisonziel gesetzt. (Jonas Kako)

Viele Mannschaften haben sich dagegen entschieden, in diesem Sommer in der Tennis-Freiluftsaison in ihren Ligen anzutreten. Andere Teams wollen sich die Chance, sich mit Spielern aus anderen Vereinen zu messen, hingegen nicht nehmen lassen. Aus dem Landkreis Verden treten in den kommenden Wochen fünf Herren-Mannschaften in der Verbandsliga oder höher an. Für sie gilt in dieser Saison, die wegen der Pandemie eine besondere ist, dasselbe: Sie können weder ab- noch aufsteigen. Daher bekommen die Partien zwangsläufig Charakterzüge von Freundschaftsspielen.

Ottersberger TC, Herren 50, Nordliga: Bei den Herren 50 des Ottersberger TC wurde rege diskutiert, ob die Mannschaft überhaupt an den Start geht oder nicht. „Es gab deutlich unterschiedliche Meinungen“, verrät Christoph Engelke, Mannschaftsführer des Nordliga-Teams. „Wir hatten natürlich einige Fragen – zunächst, ob überhaupt Doppel gespielt werden dürfen. Dann stand noch die Frage im Raum, ob man sich nach dem Spiel überhaupt zusammensetzen kann. Wir machen das ja schließlich auch, um Zeit miteinander zu verbringen.“ Einige Mannschaftskameraden Engelkes sprachen sich deshalb gegen Punktspiele aus. Die Mehrheit entschied sich jedoch dafür, an den Start zu gehen. „Wir haben dann gesagt: Lasst es uns machen“, sagt Engelke. Für die Ottersberger geht es zum Start gegen den Klipper THC. „Sie sind gerade aufgestiegen. Ich bin gespannt, wie sie drauf sind“, weiß Engelke noch nicht viel über den ersten Gegner. Da es keine Absteiger gibt, gehen Engelke und Co. die kommenden Punktspiele gelassen an. „Wir hätten sonst als Saisonziel den Nichtabstieg ausgegeben. Da es aber keine Absteiger gibt, haben wir kein Ziel. Es geht darum, Spaß zu haben“, sagt der Mannschaftsführer. Neben dem Klipper THC müssen die Ottersberger, die mit Michael Weiß als Nummer eins in die Saison gehen, gegen SC Condor, Pinneberger TC, TV Ostende, Hamburger SV sowie TSV Kirchrode Hannover ran.

Nindorfer TC, Herren 40, Verbandsliga: Nach dem im Vorjahr nur hauchdünn verpassten Landesliga-Aufstieg gehen die Herren 40 des Nindorfer TC zum zweiten Mal in der Verbandsliga ins Rennen. „Es ist natürlich schade, dass wir nun im Prinzip wieder nicht aufsteigen können, aber wir gehen es trotzdem sportlich an und freuen uns auf die Vergleiche mit den anderen Teams“, sagt Kapitän Arne Schwering. Mit Axel Strebel (zuvor TC Verden) steigt ein Neuzugang ein, der laut Schwering sehr gut in die Mannschaft passt und einen erfreulichen Trend im Verein fortführt. „Allgemein haben wir in den Mannschaften viele Neuzugänge. Mehrmals in der Woche bieten Andreas Schach und Oliver Mutert, beide in unserer Herren 40 aktiv, wirklich super Training an. Teilweise sind bei den Einheiten bis zu 16 Spieler der Herren, Herren 30 oder Herren 40 aktiv. Daher ist es dann auch sinnvoll, über die Punktspiele in den Wettkampf zu kommen“, führt Arne Schwering aus, für den mit seinem Team mit dem Bremerhavener TC, dem Bremer TC v. 1912 und dem TuS Barendorf II nur drei Punktspiele auf dem Programm stehen.

Für Hartmut Schmidt-Klute und die Herren 55 des TC Oyten stand ein freiwilliger Rückzug nicht zur Debatte.

Für Hartmut Schmidt-Klute und die Herren 55 des TC Oyten stand ein freiwilliger Rückzug nicht zur Debatte. (Björn Hake)

TC Oyten, Herren 55, Oberliga: Für die Herren 55-Mannschaft des TC Oyten ist der Modus in der diesjährigen Oberliga ein altbekannter: „Wir spielen gegen Fredenbeck und Walsrode jeweils einmal zu Hause und einmal auswärts. Das hatten wir uns anders gewünscht, aber leider hat Vechta noch zurückgezogen, sodass nur drei Teams übrig blieben“, erklärt Hartmut Schmidt-Klute, für den ein freiwilliger Rückzug nicht zur Debatte stand: „Klar fehlt etwas das Salz in der Suppe, wenn das Abschneiden sportlich keine Bedeutung hat. Auch dass man nach den Spielen nicht mehr wirklich zusammensitzen kann, ist schade. Aber mit der Entscheidung pro Doppel und die Tatsache, dass die Umkleiden und Duschen wieder genutzt werden dürfen, wurden noch mal zwei wesentliche Aspekte gelockert.“ Mit Philipp Uphoff und Gerd Scheinert begrüßt der TC Oyten zwei neue Gesichter in ihrer Herren 55-Mannschaft. Sie ersetzen Joachim Korf und Frank Ehrlich, die nun nicht mehr zur Verfügung stehen. „Beide haben leider zu sehr mit Verletzungen zu kämpfen und spielen nur noch außerhalb der Punktspiele Tennis. Der Rest des Teams hat zuletzt häufig gemeinsam trainiert. Wir sind gut vorbereitet und freuen uns auf den Start“, ist für Hartmut Schmidt-Klute der TC Eckernworth Walsrode, im vergangenen Jahr noch in der Herren 50-Nordliga aktiv, der klare Meisterschaftsfavorit.

TC Oyten, Herren 70, Oberliga: Detlef Itzen, Kapitän der Herren 70-Mannschaft des TC Oyten, erhielt bei seiner Abfrage, ob man denn die Punktspiele bestreiten wolle, ausnahmslos erhobene Zeigefinger. „Wir gehören zwar altersmäßig zur Risikogruppe, aber wenn wir alle die Regeln beachten, sollten doch auch die Punktspiele gut laufen. Warum denn auch nicht? Zu viel Angst und Bange machen hilft uns doch auch nicht“, meint Itzen, dessen Team eigentlich in der Bezirksliga eingestuft war und nun einige Ligen höher in der Oberliga ins Spielgeschehen eingreift. „Alle Bezirksligisten haben sich gegen den Punktspielbetrieb entschieden, wollten dann aber außer der Reihe Freundschaftsspiele austragen. Das passt doch irgendwie auch nicht zusammen“, schüttelt Itzen den Kopf und lenkt den Fokus dann auch lieber auf die anstehende Punktspielrunde, in der der TSV Schwarz-Weiß Hannover und der TC Grün-Weiß Rotenburg jeweils in einem Hin- und einem Rückspiel als Kontrahenten warten. „Das ist natürlich eine andere Hausnummer, aber wir freuen uns trotzdem drauf. Wir haben vier Spieler, die auch gerne Einzel spielen, alle anderen kommen dann vornehmlich im Doppel zum Einsatz“, so Detlef Itzen, der zumindest einige Spieler der Rotenburger von früheren Punktspielen oder Meisterschaften kennt.

TC Völkersen, Herren 60, Nordliga: Für Mannschaftsführer Manfred Goetjes und seine Teamkollegen war schnell klar, dass sie trotz aller Einschränkungen an den Start gehen. „Es hat ja durchaus auch gute Seiten. Als Aufsteiger können wir in diesem Jahr Erfahrungen sammeln und mal schauen, wie gut die Gegner so sind. So kann man sich drauf vorbereiten, auf was wir uns so einstellen müssen, wenn es dann hoffentlich im nächsten Jahr wieder um den Klassenerhalt geht“, verdeutlicht Goetjes, der unterstreicht, „dass wir es als Team insgesamt mit dem nötigen Ehrgeiz, aber alles etwas lockerer angehen. Wir haben einen Kern aus neun Spielern, die alle zum Einsatz kommen werden.“ Positiv aufgenommen wurden in der Mannschaft die zuletzt beschlossenen Lockerungen. „Ich glaube, es gelingt allen, die Regeln einzuhalten. Aber es ist natürlich deutlich angenehmer, wenn man aus Kiel wieder nach Hause reist und vorher duschen durfte“, sagt Manfred Goetjes. Etwas Pech hatte der TC Völkersen mit der Neugestaltung des Spielplans. Nur zwei Heimspielen stehen drei weite Auswärtsfahrten gegenüber. Aber auch das gelte es anzunehmen, meint Goetjes und ergänzt mit Blick auf das Saisonziel: „Wir sind nun mehrere Jahre in Folge aufgestiegen. Vor der Saison haben wir uns immer gesagt: Schauen wir mal, ob wir mithalten können. In diesem Jahr bin ich mir allerdings sicher, dass die Trauben wirklich hoch hängen.“ Los geht es für den Nordliga-Aufsteiger am 28. Juni mit einem Gastspiel beim 1. Kieler THC v. 1907.

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