An gesichtslosen Bauten mangelt es in Berlin nicht. Bis 2028 soll in Mitte ein weiteres Beispiel hinzukommen, wenn es nach Verkehrssenatorin Regine Günther geht.

Für fast 50 Millionen Euro soll die marode Mühlendammbrücke durch einen Neubau ersetzt werden. Und der ist an Einfallslosigkeit schwer zu überbieten.

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Zweckdienlich – das ist vermutlich noch das beste, was sich über den Sieger-Entwurf sagen lässt. Eleganz, Schönheit oder wenigstens Mut? Komplette Fehlanzeige. Und das bei einer Brücke direkt am Nikolaiviertel, dem ältesten Siedlungsgebiet der Stadt!

Vermutlich hatte Günther wenig Blick für die Ästhetik. Der grünen Auto-Gegnerin war es vermutlich wichtiger, dass sich die Zahl der Fahrspuren verringert. Wie passend, dass der Jury-Chef ein Abteilungsleiter ihrer eigenen Behörde war.