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Die Stunde der Betroffenheit

Die Vorwürfe gegen die Bremer Berufsfeuerwehr wiegen schwer – aber noch gilt die Unschuldsvermutung.

Die Vorwürfe gegen die Bremer Berufsfeuerwehr wiegen schwer – aber noch gilt die Unschuldsvermutung. (Sina Schuldt/dpa)

Schwierige Situation, irgendwie: Einerseits gibt es plötzlich Vorwürfe gegen die Bremer Berufsfeuerwehr – rechtsradikale Chatgruppen, Mobbing, Sexismus, Homophobie. Andererseits aber eben noch keine konkreten Fakten. Es gab eine Hausdurchsuchung und in den Medien wurden schwere Anschuldigungen geäußert. Alles andere zu diesem Zeitpunkt ist Spekulation, man könnte auch Vorverurteilung sagen. Misslich für Politiker. Denn irgendwas muss man doch sagen, oder? Aber zum Glück gibt es ja die Pressemitteilung. Und so schlägt sie denn, die Stunde der Betroffenheit.

Die SPD ist nicht nur „erschüttert“, sie ist auch „schockiert und angeekelt“. Rechtsextremismus, Sexismus, Gewaltfantasien und Homophobie seien nicht im Entferntesten entschuldbar und hätten keinen Platz in der Feuerwehr. „Na Gott sei Dank“, ist man versucht zu denken, wendet sich aber lieber der Pressemitteilung der Grünen zu. 

Auch die sind? Richtig: „erschüttert“. Rechtsextremismus, Rassismus und Sexismus dürften „nicht im Ansatz geduldet“, die Vorwürfe müssten „aufgeklärt“ werden. Und zwar „rasch und konsequent“. Aufgepasst also, liebe Ermittler, nicht trödeln und bitte nicht so Wischiwaschi.

Und „lückenlos“ muss aufgeklärt werden. Findet zumindest die „schockierte“ Linke. Immerhin, mit der Forderung nach Beschwerdestellen und anonymen Meldeportalen flackert hier doch tatsächlich konstruktiver Inhalt durch die Betroffenheit.

Die CDU spricht von „Abscheu und Wut“. Ansonsten sind – Überraschung! – Rassismus, und Frauenfeindlichkeit „in keiner Weise hinnehmbar“. Ach ja, es muss jetzt „mit Nachdruck“ ermittelt werden. Und „konsequent“.

„FDP fordert konsequente Aufklärung“ ist die nächste Pressemitteilung überschrieben, gefolgt auch hier von der Feststellung, dass rechtsextremes Gedankengut keinen Platz bei der Feuerwehr haben dürfe. Zumindest führt die FDP den Gedanken ein, dass es für allgemeine Schlussfolgerungen noch zu früh ist. Und sie betont nicht nur, dass es Aufgabe von Staatsanwaltschaft und Polizei ist, den Sachverhalt aufzuklären, sondern auch, dass man volles Vertrauen in deren Arbeit hat. Ein Satz, der der Regierungskoalition derzeit definitiv nicht über die Lippen käme.

Von der AfD gab es keine Pressemitteilung. „Wie immer“, werden böse Zungen sagen. Und die noch böseren vielleicht anmerken, dass Vorwürfe zu Rechtsradikalität für die AfD einfach zu normal seien, als dass man sich dazu äußern müsste.

Aber es sind nicht nur die Parteien, die sich zu Wort meldeten. Auch die Deutsche Feuerwehrgewerkschaft meint klarstellen zu müssen, dass sie gegen „Diskriminierung jeder Art, gegen Rassismus, Antisemitismus und Sexismus“ ist. Die Vorwürfe müssten nicht nur „konsequent“ aufgeklärt werden, sondern auch „komplett“, fordert der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft. Und zwar jeder „dieser Einzelfälle“. Einzelfälle? Muss schön sein, wenn man das Ergebnis einer Untersuchung schon kennt, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat.

Fast schon wohltuend dagegen die Mitteilung der Feuerwehrgewerkschaft in Bremen. Nun gut, auch sie verfolgt das Geschehen mit „großer Bestürzung“, fordert eine „lückenlose Aufklärung“ und stellt fest, dass „menschenverachtende Meinungen und Handlungen“ in den Reihen der Feuerwehr keinen Platz haben. Doch dann folgt mit der Forderung nach effektiven Kontroll- und Warnsystemen tatsächlich ein inhaltlicher Ansatz zur Behebung der Misere. Und auch die Feststellung der Gewerkschaft, dass potenzielle Täter künftig von solchen Taten oder ihrer Fortführung „deutlich abgeschreckt“ werden müssten, überrascht in ihrer Deutlichkeit.

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