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Digital zur beruflichen Qualifizierung

Möchte mit seiner Plattform bei der Weiterbildung helfen: Indufact-Geschäftsführer Claus Michael Sattler.

Möchte mit seiner Plattform bei der Weiterbildung helfen: Indufact-Geschäftsführer Claus Michael Sattler. (Michael Galian)

Dreisatz, Prozentrechnung, Satz des Pythagoras, Rechtschreibung: Alles Dinge, die in der modernen Arbeitswelt unerlässlich sind. Doch an Kenntnissen darüber hapert es ganz gewaltig, und das insbesondere bei den Auszubildenden im Handwerk. Diese Wissenslücken zu schließen, ist gerade in kleinen Betrieben kaum möglich. „Dazu haben wir keine Zeit“, ist einer der häufig gehörten Sätze. Der Ausweg bislang: Die Auszubildenden bekommen über die Berufsschule oder einen externen Bildungsträger Nachhilfe, damit sie die Prüfung bestehen und in ihrem Lehrberuf arbeiten können. Das alles findet meistens nach Feierabend, hin und wieder am Wochenende oder auch zusätzlich während der Berufsschulzeit statt.

Wer gezwungen ist, sich Wissen anzueignen, hat es in naher Zukunft jedoch erheblich leichter. Dafür soll die Weiterbildungsplattform Mydigiversity sorgen. Dahinter steht Indufact, eine Unternehmensberatung für digitale Transformation mit Sitz in Weyhe. Zum Team gehören Geschäftsführer Claus Michael Sattler, Prokuristin Renate Sattler, Online-Education-Manager Jesco Lippert sowie Hans-Rüdiger Munzke. Er ist freiberuflicher Ideen- und Innovationsmanager, unter anderem als Dienstleister in der Verbundgruppe „Meisterteam“, zu dem rund 300 Handwerksbetriebe gehören.

Eine digitale Weiterbildungsplattform wie Mydigiversity hält das Team im digitalen Zeitalter un 21. Jahrhundert für dringend geboten. Zwar finden sich auf Videoplattformen wie Youtube und Co. allerlei Tutorials zu vielen Themen, weiß Claus Michael Sattler. Aber derartige Angebote seien nicht geschützt, die Inhalte oftmals fehlerhaft und der Umgang mit den Daten entspricht nicht den rechtlichen Vorgaben wie der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Nicht so bei Mydigiversity. „Unsere Lernplattform wird in Deutschland entwickelt, betrieben und gehostet“, sagt Claus Michael Sattler.

Mit Mydigiversity verfolgen die Macher drei Ziele. An erster Stelle steht „die Förderung von Auszubildenden dort, wo die Schulen aufgrund des Termindrucks durch den Lehrplan scheitern“, erklärt Claus Michael Sattler. Ziel Nummer zwei ist ihm zufolge „die Bereitstellung von Inhalten jeglicher Form für die berufliche Qualifizierung“. Vorteil für die Nutzer sei, dass Gesellen und Facharbeiter zum Beispiel nicht mehr zu den Bildungseinrichtungen reisen müssten. Stattdessen lasse sich der berufliche Horizont online erweitern – zum Beispiel nach Feierabend oder am Wochenende von zu Hause aus.

Ähnlich verhält es sich mit Ziel Nummer drei, das der Indufact-Chef so umschreibt: „Die unternehmerische Weiterbildung für Partner, Händler und Installateure.“ Beispiel: Ein Hersteller bringt neue Fensterbeschläge auf den Markt. Bislang gehört es in solch einem Fall zum Vertriebskonzept, die Partnerfirmen beziehungsweise deren Vertreter zur entsprechenden Schulung einzuladen. Der Nachteil: Die entsprechenden Mitarbeiter fehlen so mindestens einen Tag im Betrieb. Via Mydigiversity lassen sich hingegen Tutorials für einen bestimmten Kundenkreis produzieren – automatische Zertifizierung nach bestandener Online-Prüfung inklusive.

Die Kunden haben laut Claus Michael Sattler zwei Möglichkeiten, ihre Inhalte an ihre jeweiligen User zu bringen: Sie liefern fertige Inhalte oder beschreiben ihre Idee. Für die Produktion sorgt das Mydigiversity-Team und stellt es auf den Server. Wer die Inhalte als User nutzen möchte, muss eine Gebühr bezahlen. Schließlich, machen Renate und Claus Michael Sattler sowie Jesco Lippert klar, möchten die Lehrer, die bei Mydigiversity „Fachkompetenzträger“ heißen, durch die Vermittlung ihrer Inhalte Geld verdienen.

Die Geschichte von Mydigiversity reicht im Grunde genommen zurück bis ins Jahr 1988. Damals hatte Claus Michael Sattler den väterlichen Betrieb für Zweiräder übernehmen müssen. Auch vor über 30 Jahren hatten die Auszubilden bereits Probleme in Sachen Dreisatz und Co. 2017 wurde es wieder Thema: Claus Michael Sattler lernte Hans-Rüdiger Munzke kennen.

Im Mittelstand allgemein sei großer Bedarf für die betriebliche Qualifikation vorhanden. Gleichwohl seien die Betriebe bemüht, lange Reisezeiten und die damit auch verbundenen Kosten zu minimieren. Um Schwung in das Thema Qualifizierung zu bringen, griffen Hans-Rüdiger Munzke und Claus Michael Sattler das Thema einer geschlossenen, sicheren Qualifizierungsplattform auf – sie hatte zuvor eineinhalb Jahre lang geschlummert.

Es fehlte lediglich ein Markenname: Mydigiversity setzt sich aus dem englischen „my“ für „meins“, „digi“ für Digitalisierung und „university“ für die Lehre zusammen. Im Englischen sei es etwas einfacher, meint Indufact-Geschäftsführer Sattler: „Hochschule lässt sich schlecht übersetzen.“ Inzwischen ist Mydigiversity ein eingetragener Markenname, auf den laut Munzke „das Handwerk gewartet hat“. Und nicht nur das: Mit Mydigiversity hat Indufact beim Ideen-Wettbewerb 2020 vom Lengericher Ingenieurbüro Ideen-Netz anlässlich des Internationalen Tags der Idee den ersten Platz belegt.

Jetzt geht es für die Sattlers und Lippert daran, weitere Kunden zu akquirieren und für Inhalte zu sorgen. Allerdings soll das nicht alles sein. Denn Renate Sattler hat mit ihren Erfahrungen und internationalen Kontakten dafür gesorgt, dass sich Indufact für Mydigiversity der Möglichkeiten der weltweit größten Bildungs- und Weiterbildungsplattform „Moodle“ bedient. Die Technik dafür läuft auf Servern in Deutschland. Auch hierzu versichert Claus Michael Sattler: Alles geschehe unter den Vorgaben von DSGVO und BDSG.

Mit einer App „können die Lehrenden und die Lernenden auf die Bildungs- und Weiterbildungsangebote von unzähligen Universitäten, Hochschulen, Berufsschulen und Mydigiversity zugreifen“, heißt es von Indufact. Und: „Auch das weltberühmte Massachusetts Institute Of Technology (MIT) in Boston ist jetzt nur noch einen Fingertipp von Mydigiversity entfernt.“

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