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Dominik Bittners WM-Fazit: „Eine brutal geile Zeit“

Auch wenn es am Ende mit der Medaille nichts geworden ist – die deutsche Nationalmannschaft hat bei der WM in Lettland einen starken Auftritt hingelegt. Das galt auch für Dominik Bittner.

Riga - Der Peißenberger (28), in der DEL für die „Grizzlys Wolfsburg“ in Aktion, war erstmals bei einer WM dabei. Er zog ein durchweg positives Fazit: „Das war eine brutal geile Zeit. Die Mannschaft war einfach unglaublich. Der Zusammenhalt war einzigartig, so etwas habe ich noch nie erlebt“, war Bittner von seinen Teamkollegen und dem Trainerteam begeistert.

Bitter kam bei WM zwei Mal zum Einsatz

Der Verteidiger kam zweimal zum Einsatz, beide Male gegen die USA. Im Spiel um Rang drei erzielte Bittner sogar einen Treffer. Beim Stand von 0:5 verwerte er ein Zuspiel von Matthias Plachta (50.). Die Wende konnte der DEL-Profi damit aber nicht einleiten. Die US-Amerikaner schossen nur 25 Sekunden später ihren sechsten Treffer und besiegelten damit die deutsche Niederlage. „Es ist brutal schade, dass wir ohne Medaille geblieben sind, aber das Abschneiden war trotzdem ein enormer Erfolg“, sagte Bittner.

Verteidiger als Torschütze: Das Foto zeigt den WM-Treffer von Dominik Bittner (hinten) im Spiel um Platz drei zum 1:5 gegen die USA.

Dass er bei der WM eine Joker-Rolle innehat, war für den Peißenberger keine Überraschung: „Die Trainer haben mir vorher klar kommuniziert, dass sie mich zur WM mitnehmen wollen, sie aber nicht wissen, ob und wie viel ich spiel’.“ Zu seinen Aufgaben gehörte, im Training Gas zu geben, für gute Stimmung zu sorgen und bei Bedarf bereitzustehen. Bereit war er auch für den Einsatz im Kampf um Bronze: „Dass ich da nominiert wurde, zeigte mir, dass das Trainerteam großes Vertrauen in mich setzte – und das, denke ich, habe ich mit meiner Leistung und auch dem Tor zurückgezahlt“, sagt Bittner. Für ihn war es gar nicht so leicht, den Puck, mit dem er getroffen hatte, als Trophäe zu behalten. „Die Schiris haben das nicht erlaubt, weil er von Medaillenspielen in die ,Hockey Hall of Fame‘ kommt.“ Die Mitspieler sicherten dennoch den Puck, „und die Trainer wollten ihn dann trotz Strafandrohung der Schiedsrichter nicht rausgeben. Das bedeutet mir sehr viel“, sagt Bittner ehrfürchtig.

Ein besonderes Mitbringsel von der Eishockey-WM

Gern hätten er und seine Kameraden Bronze gewonnen. „Wir sind gut rausgekommen, hatten vier Minuten Überzahl. Leider haben wir da nicht getroffen“, analysierte er. „Mit dem Ablauf der Überzahl haben wir das 0:1 bekommen. Das hat uns mental ein bisschen gebrochen, nachdem es gegen Finnland ein überragendes Spiel von uns gewesen war und wir nicht belohnt wurden“, sagte Bittner mit Blick auf die unglückliche 1:2-Niederlage im Halbfinale gegen die Nordeuropäer. Nach dem Rückstand gegen die USA „waren wir nicht mehr wir selbst und haben nicht unser bestes Eishockey gespielt“. Im Mitteldrittel kassierte die DEB-Auswahl vier Treffer.

Bittner hat seine Leistung jedenfalls gebracht. Das wurde auch in der Heimat wahrgenommen. Sein Chef in der DEL, Wolfsburgs Manager Charly Fliegauf, sagte: „Dominik war wie bei uns ein wertvoller Mannschaftsspieler.“ Bei seinem Tor „hat er die Spielsituation klasse gelesen“, urteilte der Peitinger, der schon seit vielen Jahren in Wolfsburg lebt und arbeitet. Bittner blickt zufrieden auf die Weltmeisterschaft zurück, bei der die DEB-Auswahl die deutsche Eishockey-Szene bisweilen in echte Euphorie versetzte: „Ich bin unglaublich stolz, ein Teil davon gewesen zu sein.“

Nach den anstrengenden Wochen zuletzt – vor der WM stand er im DEL-Finale – wird der 28-Jährige jetzt erst einmal eine Pause einlegen. „Ich werde drei Wochen nicht trainieren und die Wehwehchen auskurieren. Vielleicht schaffe ich es auch, Peißenberg einen Besuch abzustatten.“

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