Germany

Dortmund gewinnt gegen Gladbach mit 3:0 vor heimischer Kulisse

Lange Serien des Misserfolgs sind keine Seltenheit in der Welt des Sports, aber dass ein Spitzenteam aus der Fußball-Bundesliga ein Dutzend Pflichtspiele nacheinander gegen einen bestimmten Gegner verliert, ist nicht nur beeindruckend, sondern auch selten. 3:0 (1:0) hat Borussia Dortmund am Samstagabend nach Toren von Giovanni Reyna und Erling Haaland gegen Mönchengladbach gewonnen, es war tatsächlich der zwölfte Sieg gegen diesen Gegner in Serie, der mit großer Ausgelassenheit gefeiert wurde, weil endlich wieder Zuschauer dabei waren.

Zumindest eine kleine Portion des guten alten Dortmunder Heimspielgefühls entstand, auch wenn die allermeisten Plätze in dem mit rund 9300 Menschen gefüllten 80000-Zuschauer-Stadion leer blieben. Die, die gekommen waren, hatten aber ihre Freude an den lange nicht praktizierten Ritualen eines Bundesligaspiels: Es wurde gesungen und angefeuert, wobei es in den Schlangen an den Einlasstoren mitunter recht eng wurde. Aber womöglich lassen sich solche Risikomomente nicht vollständig vermeiden bei der Rückkehr zum Publikumssport.

Als die Leute dann auf ihren Plätzen saßen, mussten sie dann erst mal mitansehen, dass ihr Team enorme Probleme mit der Balljagd-Strategie der Gäste vom Niederrhein bekam. Das Mittelfeld war zugestellt, physisch entwickelte Mönchengladbach eine enorme Wucht, ein Kombinationsspiel bis vor das gegnerische Tor gelang den Dortmundern kaum einmal. Die beste BVB-Chance der ersten halben Stunde hatte Haaland in einer Kontersituation nach einem langen Ball; Nico Elvedi konnte den gefährlichen Schuss des Torjägers gerade noch neben das Tor lenken (22.).

Hazard muss verletzt vom Feld

Zu diesem Zeitpunkt hatte Trainer Lucien Favre schon einen Wechsel vornehmen müssen. Thorgan Hazard, der links in der Fünferabwehrkette aushalf, musste den Platz verlassen. Felix Passlack übernahm die Aufgabe des Belgiers, weil etliche anderen Kandidaten für diese Dortmunder Problemposition verletzt sind: Marcel Schmelzer, Raphael Guerreiro oder Nico Schulz. Im zentralen Mittelfeld verfügt Favre hingegen über ein gut gefülltes Reservoir unterschiedlicher Spielertypen, und der Trainer entschied sich tatsächlich dafür, dieses schwere Spiel mit zwei 17 Jahre alten Kerlen in der Startelf zu bestreiten: mit Jude Bellingham, den der BVB im Sommer für 25 Millionen Euro vom englischen Zweitligaklub Birmingham City verpflichtet hatte, und mit Giovanni Reyna. Marco Reus saß zunächst nur auf der Bank, der Kapitän wird nach seiner komplizierten Adduktorenverletzung langsam an den Wettkampfbetrieb herangeführt. Und tatsächlich entstand das Führungstor des BVB aus einer Koproduktion der beiden Teenager.

Weil der BVB kaum Lücken in der Gladbacher Defensive fand, schlug Emre Can einfach mal eine Flanke aus dem Halbfeld in den Strafraum, wo der Ball nach mehreren unkontrollierten Kontakten bei Bellingham landete. Der Engländer spielte Reyna an, der aus spitzem Winkel zum etwas glücklichen 1:0 traf. Die Dortmunder waren nicht die bessere Mannschaft, aber sie waren torgefährlicher in dieser ersten Hälfte. Der ansonsten eher blasse Jadon Sancho hatte noch eine gute Kopfballmöglichkeit, doch sein Versuch flog an die Latte (40.), während auf der anderen Seite Jonas Hofmann (32.) und Stefan Lainer (42.) am starken Torhüter Roman Bürki scheiterten.

„Ein schöner Start“

Womöglich machte sich in diesen Momenten vor dem Dortmunder Tor doch bemerkbar, dass in der Startelf von Gladbachs Trainer Marco Rose die Stürmer Alassane Pléa, Breel Embolo und Marcus Thuram fehlten. Die Angreifer auf der anderen Seite waren einfach einen Hauch effizienter, wacher und schneller. Und so sanktionierte Schiedsrichter Felix Brych ein Foul von Ramy Benseaini an Reyna nach Ansicht der TV-Bilder mit einem Elfmeter für den BVB. Haaland verwandelte den Strafstoß souverän zum 2:0 (54.).

Nach knapp einer Stunde kamen dann Pléa und Thuram in die Partie, die Gladbacher hatten jetzt viel Ballbesitz, aber die Dortmunder Defensive stand stabil, und als Haaland nach einem spektakulären Turbo-Konter zum 3:0 traf, war die Partie entschieden (77.).

 „Wir haben wenig Fehler gemacht, sind wenig Risiko gegangen, haben selten den Kopf verloren. Ein schöner Start, aber wir sind noch weit entfernt vom Maximum“, sagte BVB-Abwehrchef Mats Hummels bei Sky. Favre mahnte ebenfalls vor verfrühter Euphorie: „Es ist nur ein Spiel gewesen. Aber immer dreimal in der Woche zu spielen, wird schwer. Deswegen müssen wir aufpassen. Auch wenn es ein 3:0 war, müssen wir doch das Spiel analysieren.“  Auf Gladbachs Seite klagte Rose über „eine sehr unglückliche Niederlage“, räumte aber ein: „Dortmund hat viel effektiver gespielt.“

Football news:

Ronaldo hat einen erneuten positiven Coronavirus-Test bestanden. Er wird wahrscheinlich nicht mit Barça spielen (Correio da Manha)
Simeons vernichtendste Niederlage bei Atlético: Partys Mangel, Flick ' s clevere Adaption und der grandiose Coman
Barça-Spieler sind unzufrieden, dass einige Spieler Ihre Verträge mit niedrigeren Gehältern (Marca) verlängert haben
Capello über Miranchuk-Debüt: Fantastisches Tor. Er Sprach mit Gasperini, er ist glücklich
Ein spanischer Journalist verglich Fati mit einem schwarzen Verkäufer, der vor der Polizei flüchtete. Barcelona verklagt (trotz Entschuldigung)
Wir spielen mit den wichtigsten Fußball-Banditen und bekomme ich dafür gelb? Michael Oliver hat den deutschen wegen eines Fouls an Atlético-Verteidiger Kiran Trippierer in der ersten Halbzeit bestraft. Müller äußerte dem Schiedsrichter seinen Unmut über diese Entscheidung
Samuel Eto' O: Guardiola ist der große. Der Ex-Stürmer des FC Barcelona, Inter Mailand und Anji, Samuel Eto ' O, teilte seine Meinung über die Trainer, mit denen er gearbeitet hatte, nicht nur mit Messi