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Double-Jubel in Berlin: Abgezockte Bayern zum 20. Mal DFB-Pokalsieger

Berlin -

Münchner Double-Jubel auf der einen, Bayers Vize-Frust auf der anderen Seite: Mit einer über weite Strecken dominanten Vorstellung hat der Rekordmeister im gähnend leeren Berliner Olympiastadion den 20. Pokal-Triumph der Vereinsgeschichte perfekt gemacht.

Mit dem 4:2 gegen die Werkself „rundeten“ die Münchner ihre bärenstarke Saison im buchstäblichen Sinne ab: Zuvor hatten sich die Bayern sich dank einer überragenden Rückrunde in der Bundesliga den 30. Meistertitel der Klubhistorie gesichert. Leverkusen hingegen muss nach dem Pokal-Gewinn von 1993 weiter auf den nächsten großen Titel warten.

David Alaba bringt FC Bayern München auf die Siegerstraße

Der Rekordmeister drückte im gespenstig leeren Olympiastadion vom Start weg aufs Gaspedal: Schon nach 16 Minuten brachte David Alaba die Münchner dann per butterweichem Freistoß-Schlenzer in Front. „Wir wollten eigentlich was anderes versuchen. Aber dann hab ich mich umentschieden. Zum Glück hat das geklappt“, kommentierte Alaba nach dem Schlusspfiff verschmitzt. Denn: Auch Robert Lewandowski stand neben ihm als Schütze bereit.

Auf der Führung ruhte sich das Team von Coach Hansi Flick (55) nicht aus: Serge Gnabry versenkte die Kugel nur wenig später trocken im linken unteren Eck – 2:0 für die Münchner (24.)!

Alaba_Jubel

David Alaba vom FC Bayern München bejubelt sein frühes Tor zum 1:0 gegen Bayer Leverkusen im DFB-Pokalfinale.

Nach der Pause dann die Szene des Spiels: FCB-Torjäger Lewandowski holte einen Abschlag seines Keepers Manuel Neuer sehenswert runter – und zog volley aus 20 Metern einfach mal ab! Bayer-Keeper Lukas Hradecky versuchte, das Geschoss zu parieren. Doch dabei prallte die Kugel von seinen Fäusten auf den Boden, von dort an sein Gesäß – und kullerte schließlich ins Tor (59.). Slapstick pur! Es schien die endgültige Entscheidung zu sein.

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Doch Leverkusen warf nun noch einmal alles nach vorn – und schöpfte nach einer Ecke durch einem wuchtigen Kopfballtreffer Sven Benders plötzlich noch einmal neuen Mut (64.). Im Anschluss allerdings vergab die Werkself gleich reihenweise beste Einschussmöglichkeiten. Das sollte sich rächen: Der eingewechselte Ivan Perisic bediente kurz vor Schluss Lewandowski in der Mitte, und der Pole lupfte die Pille zum 4:1 ins Tor (89.).

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Aufregung noch einmal kurz vor Schluss: Bayerns Alphonso Davies leistete sich ein Handspiel im Strafraum. Elfmeter für Leverkusen! Kai Havertz lief an und traf zum 2:4 aus Bayer-Sicht. Unmittelbar danach ertönte jedoch der Schlusspfiff – und die Münchner Double-Party in Berlin konnte beginnen.

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