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Drosten rät, schon bei Halskratzen soziale Situationen zu meiden

Zum Vermeiden weiterer Corona-Fälle sollten Menschen mit milden Erkältungssymptomen aus Expertensicht auch dann zu Hause bleiben, wenn der Hausarzt keinen Anlass für einen Test sieht. Dazu hat der Virologe Christian Drosten in der am Dienstag veröffentlichten Folge des „Coronavirus-Update“ bei NDR-Info aufgerufen. „Man soll nicht krank und auch nicht kränklich zur Arbeit gehen, selbst wenn der Hausarzt gesagt hat, das testen wir jetzt mal nicht.“ Prinzipiell sollten Betroffene sich demnach in der aktuellen Phase der Pandemie auch schon mit einem Kratzen im Hals oder einer laufenden Nase nicht mehr in soziale Situationen begeben.

Hintergrund sind auch kürzlich geänderte Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI), die angesichts begrenzter Laborkapazitäten auf den Einsatz von Tests vor allem bei Menschen mit deutlichen Symptomen wie Lungenentzündung oder Geruchs- und Geschmacksverlust abzielen. Menschen, die trotz Symptomen nicht getestet werden können, sollen sich nach RKI-Empfehlung fünf Tage zu Hause isolieren und dies erst nach weiteren 48 Stunden ohne Symptome beenden. Drosten sagte, es wäre wichtig, wenn möglichst bald jeder mit leichten Symptomen ein Schnelltest-Ergebnis bekommen könnte, etwa beim Hausarzt.

In Schweden deckt eine Untersuchung schwere Mängel bei der Versorgung älterer Patienten während der Corona-Pandemie auf. Einige Patienten seien ohne jede Untersuchung bis zum Tod ihrem Schicksal überlassen geblieben, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Aufsichtsbehörde IVO. Die „schweren Mängel“ könnten nicht nur auf die Corona-Krise selbst zurückgeführt werden, sie bestünden auch unabhängig von der Pandemie.

Von den 6500 Todesfällen, die in Schweden mit dem Covid-19-Virus in Zusammenhang stehen, entfallen fast die Hälfte auf betagte Patienten, die in einem Seniorenheim lebten, und ein weiteres Viertel auf betagte Patienten, die zu Hause versorgt wurden. In den Monaten März bis Juni habe es für ein Fünftel aller Corona-Patienten in Seniorenheimen keine ärztliche Untersuchung gegeben. Wenn es eine ärztliche Beratung gegeben habe, dann zumeist lediglich am Telefon; nur weniger als zehn Prozent der Patienten seien tatsächlich vor Ort untersucht worden, erläuterte die IVO.

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(Marca)
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