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EC Peiting verliert in Deggendorf: „Kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen“

Von: Katrin Kleinschmidt

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In Unterzahl ging Eishockey-Oberligist EC Peiting beim Deggendorfer SC in Führung. Doch danach trafen nur noch die Gastgeber.

Peiting – Wenn es in dieser Saison eng zuging in einem Spiel des EC Peiting, dann verließ das Team von Anton Saal nahezu immer das Eis als Sieger. Mal gelang noch der perfekte Schuss, mal fehlte es dem Gegner am nötigen Glück. Doch am Freitagabend waren es die Peitinger, bei denen es zum Schluss einfach nicht mehr sein sollte. Der Eishockey-Oberligist kassierte beim Deggendorfer SC eine 1:2-Niederlage. Eine, mit der Trainer Saal leben konnte: „Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen“, sagte er nach der Partie. Sie habe gekämpft, Einsatz gezeigt – und das erwartete schwere Spiel gehabt. „Wir haben gewusst, Deggendorf kommt mit Vollgas.“

Das Duell der Teams am Freitagabend war genauso umkämpft wie das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison im Oktober – allerdings nicht annähernd so torreich. . Am Freitag aber sind die Tore anfangs wie vernagelt. Beide Teams ackern. Peiting luchst den Deggendorfern in der neutralen Zone immer wieder den Puck ab, bringt so den Spielfluss des Gegners ins Stocken. Auch nach vorn klappt einiges. Marco Habermann, Lukas Gohlke und Andreas Feuerecker haben nach rund einer Viertelstunde innerhalb kurzer Zeit gute Chancen. Ein paar Minuten später zieht Manuel Bartsch ab – doch Deggendorfs Goalie Timo Pielmeier schnappt sich mit der Fanghand die Scheibe aus der Luft. Schaut alles gut aus, effektiv sind die Angriffe auf beiden Seiten nicht.

Für das erste Tor der Partie braucht’s ein Powerplay. Als Fabian Weyrich sich im zweiten Drittel die erste Zwei-Minuten-Strafe der Partie (Beinstellen) einhandelt, stehen fünf Deggendorfer vier Peitinger Feldspielern gegenüber. Laut Statistik liegt dem DSC das Überzahlspiel, jedes vierte endet mit einem Tor. Auch jenes gegen den ECP. Allerdings sind es die Peitinger, die treffen. Nach einem Scheibengewinn im eigenen Drittel reagieren sie schnell, bringen den Puck nach vorn, wo Nardo Nagtzaam eiskalt zum 1:0 versenkt. Es ist das vierte Unterzahl-Tor, dass die Peitinger in dieser Saison bereits geschossen haben – und das zweite, das gegen Deggendorf gelingt.

Rund eine halbe Stunde ist am Freitag gespielt, da ist der ECP das erste Mal mit einem Mann mehr auf dem Eis. Doch auch die Deggendorfer können verteidigen, sie stehen hinten dicht, schmeißen sich in die Schüsse. Und so bleibt das Powerplay ungenutzt – ebenso wie jenes für den DSC kurz darauf, bei dem gleich zwei Peitinger, Weyrich und Lukas Gohlke, von der Strafbank aus zuschauen. Letztlich aber gehen die Teams wieder mit einem Unentschieden vom Eis. Denn kurz vor der zweiten Pause gleicht Liam Blackburn für die Gastgeber aus – er trifft im zweiten Nachsetzen.

Im letzten Drittel ist also wieder alles offen. In der 49. Minute versucht Marco Habermann, die Deggendorfer Verteidiger auszutricksen. Er umkurvt das Tor, will die Scheibe dann raffiniert einschieben – hat geklappt, glaubt der ECP-Stürmer und dreht jubelnd ab. Hat’s nicht, sagt der Schiri – und behält damit Recht. Denn der Puck trudelt zwar nah an die Torlinie, bleibt aber letztlich zwischen den Schonern von Goalie Pielmeier liegen. Nichts zu diskutieren gibt es sechs Minuten später. Blackburn überlistet Hechenrieder erneut mit einem Nachschuss, trifft zum 2:1. Danach beweisen die Peitinger wie so oft, dass sie unter Druck konzentriert bleiben können. Sie erarbeiten sich Chancen, Hechenrieder verlässt zugunsten eines sechsten Feldspielers das Eis, Peiting gibt Gas. Doch der präzise Schuss ins Glück bleibt diesmal aus.

Deggendorfer SC 2
EC Peiting 1

1. Drittel: keine Tore. 2. Drittel: 3. Drittel: Strafminuten: Deggendorf 2, Peiting 6. Zuschauer: 607.

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