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Germany

Einheitsdenkmal auf dem Hof Kruse: Private Initiative zum 30. Jahrestag des Mauerfalls

Tornau -

Es steckt viel Symbolik in dem am Sonnabend im Hof Kruse in der Bernsdorfer Heide enthüllten Denkmal „Deutsche Einheit“. Die Bronzestatuen sind mit 1,90 Meter fast überlebensgroß. Und sie zeigen zwei Männer, die aufeinander zugehen, um sich die Hand zu reichen. Der eine hat den Fuß auf eine zerbrechenden Mauer gesetzt, der andere empfängt ihn in Augenhöhe.

Landwirt und Hofbesitzer Heinrich Kruse nahm den 30. Jahrestag des Falls der Mauer, die 28 Jahre die deutsche Nation teilte, zum Anlass für ein Fest, zu dem die Familie Kruse Gäste, Freunde und Wegbegleiter aus Ost und West eingeladen hatte. „Ich bin tief dankbar, dass die friedliche Revolution der Menschen im Osten die Wiedervereinigung ermöglicht hat“, will der aus dem westfälischen Bocholt stammende 73-jährige Landwirt seine Freude darüber sichtbar zum Ausdruck bringen. Mit der privaten Initiative nahm der Herzenswunsch „Deutsche Einheit“ in der Werkstatt des Bildhauers Jürgen Ebert aus Bocholt nun Gestalt an. Drei Daten markieren in der Gravur die Wegmarken deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert: 13. August 1961, 9. November 1989 und 3. Oktober 1990 als die Tage von Mauerbau, Mauerfall und deutscher Wiedervereinigung.

1995 kam der Westfale Kruse nach Sachsen-Anhalt und nennt Dessau-Roßlau heute ohne zu zögern seine Heimat. Immer noch eng aber ist auch die Verbindung an den Ort der Kindheit und Jugend im Bocholter Ortsteil Mussum mit dem landwirtschaftlichen Betrieb, der bis zur Überplanung für den Bau von Autobahn und Gewerbegebiet seit 1862 in Familienbesitz war.

Die Einweihung von Kruses Bronzedenkmal „Deutsche Einheit“ begleitete der langjährige Dessauer Propst (im Ruhestand) Gerhard Nachtwei mit seinem Zeitzeugenbericht „1989: Erinnerungen an die friedliche Revolution“. Lothar Ehm, CDU-Stadtrat in Dessau-Roßlau und Vorsitzender im Kuratorium „Dessauer Friedensglocke“ erinnerte an das Einschmelzen der Dessauer Kampfgruppenwaffen und den Guss der Glocke.

Das Fest wurde dann gefeiert mit einer anhaltisch-westfälischen Kaffeetafel und am Abend mit einem Elbterrassen-Buffet. Und was dem Gastgeber ganz wichtig war: Mit vielen Gesprächen zwischen Menschen aus Ost und West beim geselligen Abend zum 30. Jahrestag des Mauerfalls. (mz)

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