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Eishockey auf Plastik – „das bringt uns nicht weiter“

Von Eishockey auf Plastik hält ESC-Jugendleiterin Sylvia Weinmann eher wenig.

Der Holzkirchner Sportentwicklungsplan bringt eine Plastikplatte als Alternative zum Eis im Hubertusstadion ins Spiel. Beim ESC Holzkirchen findet diese Idee wenig Anklang.

Holzkirchen – Schon seit Jahren haben die Verantwortlichen des ESC Holzkirchen sowie viele Gemeindebürger einen Traum: endlich ein überdachtes Eisstadion. Denn das traditionsreiche Hubertusstadion ist mit mehr als 60 Jahren zwar ein nostalgischer Ort, als Heimstätte für die vielen Eissportbegeisterten der Umgebung aber schon lange nicht mehr ausreichend. Deshalb ist diese Problematik auch ein zentraler Punkt innerhalb des kürzlich vorgestellten Holzkirchner Sportentwicklungsplans (wir berichteten).

Die Idee eines Stadions solle zwar weiter verfolgt werden. Doch gerade auf kurz- und mittelfristige Sicht wurde auch ein Alternativvorschlag in den Ring geworfen.

Eine Idee der Planungsgruppe war es, Plastikflächen für den Eissport zur Verfügung zu stellen. Diese seien mobil und überdachbar und könnten somit erst mal eine kostengünstige Alternative zu einem neuen Stadion bieten.

Eiszeiten für alle Nutzer rar

Von diesem Vorschlag hält man beim ESC hingegen ausgesprochen wenig. „Für den Eissportbetrieb ist das eigentlich keine Option“, erklärt Sylvia Weinmann, Jugendleiterin beim ESC Holzkirchen. „Die Verwendung solcher Platten ist extrem aufwendig und dementsprechend auch kostspielig.“ Beispielsweise müssten diese Flächen regelmäßig poliert und gepflegt werden. „Das bringt uns ja nicht weiter“, findet sie mit Blick auf den Aufwand.

Sportentwicklungsplan: Sportstätten und Nutzer im Überblick.

Denn eines der Kernprobleme der Eissportler wird dadurch nicht gelöst: Die Kapazitäten einer Trainings- und Spielfläche reichen schlicht und ergreifend nicht aus, um die Nachfrage zu decken. „Wir können im Nachwuchs alle Jugendmannschaften bedienen. Hinzu kommen die Herren, Eisstockschützen, Eiskunstläufer sowie Hobbymannschaften, die aufs Eis drängen“, erklärt Weinmann. Zudem finden regelmäßig die beliebten Publikumsläufe statt. Pro Hobbymannschaft stünden beispielsweise aktuell nur fünf bis acht Eiszeiten pro Saison zur Verfügung. „Das ist einfach viel zu wenig“, findet sie. Eine mobile Plastikfläche ändere daran kaum etwas.

Nichtsdestotrotz bewertet sie den Sportentwicklungsplan insgesamt als positiv. „Ich sehe ihn als Chance. Die Gemeinde beschäftigt sich mit dem Sport an sich, und es bewegt sich was.“ Nur die Plastikplatte als kurzfristige Lösung sei eher ein Konzept, von dem der Verein recht wenig hält.

Die Serie

im Rahmen des Holzkirchner Sportentwicklungsplans beleuchtet die Heimatzeitung die Gegebenheiten in der Marktgemeinde.

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