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Er konnte nicht mehr sprechen - Spender-Lunge rettete Leon (13) das Leben

Leon (13) mit seinem Papa – Heute kann der Junge endlich wieder seine Kindheit genießen
Leon (13) mit seinem Papa – Heute kann der Junge endlich wieder seine Kindheit genießenFoto: Reinhard Roskaritz

Goldbach – Leon ist ein aufgeweckter Kerl. Der Blondschopf tüftelt gerne an seinen Lego-Autos, fährt BMX, spielt mit Kumpels Fußball. All das kann er endlich wieder genießen – dank einer neuen Lunge!

Die Diagnose kommt 2015: Pulmonale Hypertonie. Bei der Krankheit entsteht hoher Blutdruck in der Lunge. Der Körper kann kaum noch mit Sauerstoff versorgt werden.

Leon vor der Lungentransplantation
Leon vor der LungentransplantationFoto: Privat

„Leon ging es immer schlechter. Am Ende konnte er nicht mal mehr sein Krankenbett verlassen, nicht sprechen, magerte auf 25 Kilo ab“, erzählt Papa Christopher Rosenberger (33). „Sein Leben hing am seidenen Faden.“

Organspende in Deutschland: Gespendete Organe und Spender seit 2010 – Infografik

Ein beschwerlicher Weg. „Leon wollte anfangs keine Transplantation. Es war so, als hätte er sich schon aufgegeben. Er hatte Angst“, erzählen die Eltern.

Die Eltern geben ihrem Kind Bedenkzeit. Am dritten Tag stimmt Leon schließlich zu.

Dann wartet Leon auf die Spenderlunge. Und hat großes Glück. Denn nur zwei Wochen später – am 23. August 2018 – sagen ihm die Ärzte, dass eine neue Lunge für ihn gefunden wurde.

Leon wartete zwei Wochen auf die Spenderlunge
Leon wartete zwei Wochen auf die SpenderlungeFoto: privat

Zur aktuellen Spenderorgan-Debatte hat der Sechstklässler eine klare Meinung: „Was will ein toter Mensch mit seinen Organen, wenn die doch Leben retten können?“

Mama Jasmin (32) und Papa Christopher (33): „Diese Woche war enttäuschend. Wir hätten klar für Spahns Vorschlag gestimmt.“ Der Vorschlag von Gesundheitsminister Spahn (jeder Bürger solle automatisch als Organspender gelten) wurde abgelehnt.

Leon: „Ich kann endlich wieder Treppen hochflitzen!“
Leon: „Ich kann endlich wieder Treppen hochflitzen!“Foto: Reinhard Roskaritz

Den Eltern geht es vor allem um eins: „Es muss noch viel mehr in Sachen Aufklärung getan werden. Viele Menschen haben Angst.“

Leon nimmt täglich inzwischen 25 Tabletten, macht Ergo- und Physiotherapie, muss immer noch einen Mundschutz tragen. Er freut sich über die kleinen Dinge: „Ich kann endlich wieder Treppen hochflitzen!“

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