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Erfolg für Zwei-Sterne Koch: Thomas Schanz ist "Koch des Jahres"

Spitzenköche müssen nicht aus den großen Metropolen kommen, das beweist Thomas Schanz seit Jahren. Der Restaurantführer "Gault&Millau" hat dem Sternekoch jetzt den Ritterschlag verliehen und ihn als "Koch des Jahres" ausgezeichnet. In aller Stille habe er den elterlichen Betrieb in eines der besten Restaurants der Republik verwandelt.

Thomas Schanz aus dem rheinland-pfälzischen Piesport an der Mosel ist vom Restaurantführer "Gault&Millau" zum "Koch des Jahres" gekürt worden. "Weitab von den Metropolen hat der bescheidene, zurückhaltende Thomas Schanz den elterlichen Betrieb in aller Stille in eines der besten Restaurants der Republik verwandelt", befanden die Gastronomiekritiker bei einer Online-Gala zur Kür. Das "Restaurant Schanz" erhielt 19 von 20 möglichen Punkten. Der neu gekürte "Koch des Jahres 2021" hat schon viele Preise erhalten, darunter zwei Sterne des "Guide Michelin".

Der Spitzenkoch legt Wert darauf, dass sich seine Gäste wohlfühlen, wenn sie in seinem Gourmetrestaurant speisen. "Die Atmosphäre ist hier sehr locker, sie soll locker sein", so Schanz. Beschwingt und kreativ geht es auch auf seinen Tellern zu. Er setzt auf eine exquisite französische Küche - kombiniert mit Produkten aus der Region. So komponiert er einen "Tapis von der Gänseleber mit Tomatenkirsch-Relish und Cremeeis" oder einen "Hunsrücker Rehrücken mit Topinambur und Zitronenmyrte-Jus". Die Feinschmecker von "Gault&Millau" bescheinigten dem 40-Jährigen eine "akribische Arbeit" und "eine zeitgemäß-komplexe Stilistik auf Basis der klassischen französischen Produktküche".

Schanz lernte bei den Besten

Schanz kocht da, wo er herkommt. Gelernt hat der Sohn einer Winzer- und Hoteliersfamilie aus Piesport in Rheinland-Pfalz aber woanders - und zwar bei großen Namen. Ab 1999 machte er eine Kochlehre im Hotel "Traube Tonbach" in Baiersbronn bei Harald Wohlfahrt. Nach seiner Kochlehre folgten Stationen in zwei Drei-Sterne-Küchen: bei Klaus Erfort in Saarbrücken und bei Helmut Thieltges im Waldhotel Sonnora in Dreis (Kreis Bernkastel-Wittlich). Dort habe er "alles aufgesaugt", was er nur konnte, sagt Schanz. "Meine Lehrjahre waren sehr wichtig und sind auch jetzt sehr hilfreich. Ich weiß, dass man nichts geschenkt bekommt."

Im Spätsommer 2011 kehrte es dann in seine Heimat Piesport zurück und eröffnete sein eigenes Restaurant.Der Erfolg kam schnell. Bereits im Jahr 2012 bekam er seinen ersten Michelin-Stern des "Guide Michelin". In 2015 folgte dann der zweite. Dann wurde er in 2016 vom "Gault&Millau" zum Aufsteiger des Jahres gekürt, andere Ehrungen folgten. Nun der "Ritterschlag" zum "Koch des Jahres 2021" dazu.

Deutsche Restaurants legen an Qualität weiter zu

Im "Gault&Millau" für 2021 werden rund 1000 Restaurants quer durch Deutschland empfohlen - darunter die 500 besten, wie der Burda-Verlag mitteilte. Mehr als 60 Restaurants seien neu in den Guide aufgenommen worden. Das zeige eine "großartige gastronomische Vielfalt in unserem Land". Der "Gault&Millau" gilt neben dem "Guide Michelin" als wichtigster Gourmetführer Deutschlands. Zahlreiche Aufsteiger im neuen "Gault&Millau" belegten, dass auch die Qualität in der deutschen Gastronomie weiter zunehme, teilte Burda weiter mit. In der Spitzengruppe der 19-Punkte-Köche zählten dazu Hendrik Otto vom "Lorenz Adlon Esszimmer" in Berlin und Andreas Krolik vom "Lafleur" in Frankfurt.

In der Gruppe der deutschen Spitzenköche mit 19,5 von 20 Punkten stehen 2021 sechs Köche, darunter Sven Elverfeld vom "Aqua" in Wolfsburg, Christian Bau vom "Victor's Fine Dining" in Perl und Tim Raue in seinem nach ihm benannten Restaurant in Berlin.

Zum Gastronom des Jahres 2021 wurde Vincent Klink von der Wielandshöhe in Stuttgart ernannt. Hannes Radeck (Ox & Klee, Köln) bekam eine Ehrung als Patissier des Jahres; Nancy Grossmann (Rutz, Berlin) als Sommelière des Jahres. Max Goldberg (Oxalis, Schluchsee) kann als Entdeckung des Jahres punkten und Matteo Ferrantino (bianc, Hamburg) ist als Aufsteiger des Jahres dabei. Der neue "Gault&Millau" erscheint an diesem Montag (30. November).

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