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„Es war eine klare Handschrift zu sehen“

Frank Baumann sah im Spiel gegen Leverkusen auch positive Aspekte.

Frank Baumann sah im Spiel gegen Leverkusen auch positive Aspekte. (nordphoto)

Die Corona-Zwangspause hatte für Werder auch den Effekt, dass die Trainerfrage schnell in den Hintergrund trat. Nun hat ein Spiel nach dem Re-Start der Bundesliga ausgereicht, um wieder Kritik an Florian Kohfeldt aufkommen zu lassen. Bei der 1:4-Pleite gegen Leverkusen offenbarte Werder viele Mängel, die sich schon durch die gesamte Saison ziehen. Trotzdem betonte Sportchef Frank Baumann am Tag nach dem Spiel in einer Medienrunde: „Wir sind von Florian absolut überzeugt. Er ist der richtige Trainer für diese Situation, für diese Mannschaft, für diesen Verein. Man hat eine klare Handschrift auch gegen Leverkusen gesehen - in dem Wissen, dass Leverkusen eine richtig gute Mannschaft ist, die fast immer über 60 Prozent Ballbesitz in dieser Saison hatte.“

Während viele Fans nach einer weiteren Heimpleite und der siebten Niederlage in Serie kaum noch an den Klassenerhalt glauben, wollte Baumann die wenigen positiven Aspekte des Spiels beachtet wissen. „Wir haben gegen einen Gegner gespielt, der Champions-League-Niveau hat. Dass wir uns gegen solch eine Mannschaft Chancen herausgespielt haben, macht mir Mut. Im athletischen Bereich waren wir sehr gut dabei. Wir hatten eine hohe Laufleistung, auch bei den Tempoläufen waren wir sehr gut dabei. Da sind wir weiter als vor der Pause. Und wir waren in vielen Zweikämpfen sehr gut drin und haben lange Zeit kompakt verteidigt.“

Das Problem mit den Standards

An den Dingen, die nicht so gut liefen, gelte es nun weiter zu arbeiten, sagte der Sportchef, der von „kleinen Abstimmungsproblemen“ vor den Gegentoren sprach. Schon fast seit Saisonbeginn arbeitet Werder daran, keine Gegentreffer mehr nach gegnerischen Standardsituationen zu kassieren, doch auch gegen Leverkusen klappte das wieder nicht. Baumann verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass während der Corona-Zwangspause erst gar kein Training und dann nur Training in Kleingruppen erlaubt war. „Man muss die Situation in den vergangenen zehn Wochen berücksichtigen. Da konnte man an vielen Dingen nicht arbeiten, etwa an den Standards. Wir sind seit zehn Tagen im Mannschaftstraining, da musste vieles in die Einheiten reingepackt werden, um schnell in den Wettkampfmodus zu kommen.“

Den meisten Konkurrenten im Abstiegskampf gelang die Rückkehr in den Wettkampfbetrieb besser als Werder. Sie punkteten immerhin fast alle, während die Bremer als Tabellenvorletzter weiterhin an Boden verloren und jetzt mit einem ausgetragenen Spiel weniger fünf Punkte hinter dem Relegationsrang liegen. „Die neun verbleibenden Spiele müssen ausreichen und werden auch ausreichen. Wir wollen uns weniger mit der Angst beschäftigen, sondern mit dem Ziel, dass wir nächste Saison erstklassig spielen. Wir werden alles daran setzen, dieses Ziel zu erreichen“, betonte Baumann.

Für Werder geht es nun erst nach Freiburg und dann zu Hause gegen Gladbach. Beide Teams boten am Wochenende überzeugende Leistungen. Baumann sagte mit Blick auf die nächsten Partien: „Wir werden auch gegen diese Gegner unsere Chancen bekommen. Wenn wir sie nutzen, können wir bestehen und erfolgreich sein. Ein wichtiger Punkt ist, dass wir diese Galligkeit in jeder Aktion ausstrahlen und trotzdem Ruhe und Souveränität auf den Platz bringen. In der einen oder anderen Situation muss noch mehr von uns kommen.“

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