Germany

Ex-IS-Braut darf endgültig nicht zurück nach Großbritannien

Eine ehemalige Anhängerin der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) darf aus Syrien nicht wieder nach Großbritannien einreisen, um den Entzug ihrer Staatsbürgerschaft dort anzufechten. Das entschied das Oberste Gericht (Supreme Court) am Freitag in London. Auch einen Antrag, ihr die britische Staatsbürgerschaft direkt wieder zu verleihen, lehnte das Gericht ab. Das Urteil gilt als wegweisend für viele ähnliche Fälle.

Shamima Begum war 2015 als 15-Jährige mit zwei weiteren Schülerinnen aus London nach Syrien in die damalige IS-Hochburg Al-Rakka gereist und hatte dort einen Dschihadisten geheiratet. Im Jahr 2019 bat sie von einem syrischen Flüchtlingslager aus darum, wieder nach Großbritannien zurückkehren zu dürfen. Sie war damals hoch schwanger. Sie hoffe, ihr Baby werde in Großbritannien größere Überlebenschancen haben, argumentierte sie. Zwei Kinder Begums waren nach ihren eigenen Angaben bereits gestorben.

Der damalige Innenminister Sajid Javid entschied jedoch, ihr die Staatsbürgerschaft unter Berufung auf Sicherheitsgründe zu entziehen. Staatenlos werde sie dadurch nicht, argumentierte die Regierung, weil sie Anspruch auf die Staatsbürgerschaft Bangladeschs habe, das Land in dem ihre Eltern geboren worden waren.

Keine Chance auf Einspruchsrecht

Der Fall wurde in Großbritannien kontrovers diskutiert. Vor allem nachdem bekannt wurde, dass auch das dritte Kind der jungen Frau starb. Begum selbst war in Großbritannien geboren worden und hatte die britische Staatsbürgerschaft von Geburt an – in Bangladesch hatte sie nie gelebt.

Ihren Anwälten zufolge hat Begum von Syrien aus keine Möglichkeit, von ihrem Einspruchsrecht Gebrauch zu machen. Sie habe beispielsweise keinen Zugang zu einem Telefon. Die Regierung hielt dagegen, ihre Rückkehr stelle eine Gefahr für die Allgemeinheit dar und das wiege schwerer als ihr Recht auf Anfechtung des Entzugs der Staatsbürgerschaft. Das Oberste Gericht schloss sich dieser Argumentation nun an.

Football news:

Barcelona kommt nicht aus der Super League: Das wäre ein historischer Fehler. Wir brauchen eine tiefe Analyse
Brad Friedel: Fußball ist eine Religion in England, und die amerikanischen Besitzer verstehen es nicht vollständig
Florentino Perez: Ohne die Super League sind Transfers von Mbappé und Holland nicht möglich. Und nicht nur für Real Madrid sagte Real-Präsident Florentino Perez, dass die Krise, die durch die Coronavirus-Pandemie ausbrach, es den Klubs nicht erlauben würde, große Geschäfte zu machen
Der Besitzer von Bordeaux erklärte, er wolle den Verein nicht mehr finanzieren
APL kann die Vorschriften ändern. Die Klubs wollen für einen neuen Versuch, eine Superliga zu schaffen, vom Turnier ausschließen
Deutschland und Brasilien spielen in der gleichen Gruppe beim Fußballturnier der Olympischen Spiele
Evertons Kapitän über die Super League: Froh, dass dieser Unsinn nach der Empörung der Menschen abgesagt wurde. Die Spieler der großen Sechs sind nichts schuldig