Germany

Faschings-Aus im Schongauer Land - Auch die Saison 2022 steht auf der Kippe

Jetzt ist es offiziell: Einen Fasching 2020/21 wird es im Schongauer Land nicht geben. Die Entscheidung haben sich die Faschingsvereine Schongau, Hohenfurch und Schwabsoien nicht leicht gemacht.

Schongau/Hohenfurch/Schwabsoien – Ihre Prinzen haben die Faschingsclubs im Schongauer Land bereits beim Kehraus beerdigt, jetzt müssen sie den kompletten Fasching 2020/21 begraben. „Es blutet mir das Herz: Einen Faschingsstart am 11.11. mit Garden und Prinzenpaar mit viel Familie und Freunden? Kaum zu denken. Einen Inthroball mit 400 Gästen in der Sporthalle? Nicht umzusetzen. Einen Faschingszug mit tausenden Narren, die sich und das Leben feiern? Nicht zu verantworten.“ Mit diesen bildhaften Worten hat sich Schongaus Faschingspräsident Andreas Mock jetzt per Post an mehrere hundert Mitglieder gewandt – und auf diesem Wege offiziell die nächste Faschingssaison abgesagt. Ebenso haben es Johannes Linder (Präsident Faschingsclub Hohenfurch) und Stephan Jahl (Faschingsclub Schwabsoien) gehandhabt.

Die Corona-bedingte Absage jeglicher Faschings-Gaudi im Schongauer Land haben die drei Präsidenten in mehrfacher gemeinsamer Absprache beschlossen. Und zwar endgültig schon vor zwei Wochen – also noch bevor die Corona-Ampel auf gelb umgesprungen ist.

Kein Fasching im Schongauer Land: Über abgespeckte Form nachgedacht

Es war eine schwere Entscheidung, sagt Andreas Mock. Doch auch wenn im Januar alles besser sein sollte, sieht er keine Option auf einen Fasching-Light. Selbst nicht im Freien. „Wer trägt die Verantwortung, wenn was sein sollte?“ Die Kinder dürften nicht in die Schule, „und wir machen Fasching: Da ist unsere ganze Seriosität im Eimer“.

„Wir haben viel diskutiert, auch über eine abgespeckte Version des Faschings nachgedacht“, sagt Hohenfurchs Faschingspräsident Johannes Linder. Rückblickend sei das nüchtern betrachtet alles umsonst gewesen. Das Risiko für die Gäste, das Risiko für die Veranstalter. „Egal in welche Richtung man schaut: Ein Fasching wäre jetzt für keinen gut.“ Gerade wenn Alkohol im Spiel sei, würde sich keiner mehr an Regeln halten – vielleicht mit dramatischen Folgen.

„Einen Fasching, wie wir ihn in den letzten Jahren gefeiert haben, wird es die nächsten Jahre nicht geben.“

Warum haben die drei Faschingsclubs so lange gewartet mit ihrer Absage? „Vielleicht war ein kleiner Funken Hoffnung dabei“, sagt Stephan Jahl, Präsident in Schwabsoien. Diese einzige sinnvolle Entscheidung, die jetzt übereinstimmend getroffen worden ist, sei allen schwergefallen. „Fasching: Das ist ein Lebensgefühl für uns alle.“

Jahl hofft: „Vielleicht gibt es 2022 wieder einen Fasching. Wir müssen schauen, was die Zeit bringt.“ Allerdings: Würde im nächsten Jahr erneut die Wiesn abgesagt, was Jahl für sicher hält, „dann ist der Fasching 2022 auch nicht weit weg.“ Und eines ist für ihn bereits jetzt ganz klar: „Einen Fasching, wie wir ihn in den letzten Jahren gefeiert haben, wird es die nächsten Jahre sicher nicht geben können.“

Fasching im Schongauer Land wurde früher auch schon abgesagt

Er hofft, dass in der faschingsfreien Zeit vielleicht Corona-bedingt neue Ideen entstehen. „Und dass der Fasching, wenn er einmal wieder da ist, mit seinen Kränzen und Bällen wieder mehr wertgeschätzt wird.“

Übrigens: Es ist nicht das erste Mal, dass die Faschingsclubs einen Fasching absagen müssen. Gestrichen wurde der Fasching auch im Jahr 1962, als in Hamburg die schlimmste Sturmflut der Stadtgeschichte rund ein Sechstel der Hansestadt überschwemmte und 315 Menschen starben. Und auch im Jahr 1991 wurde wegen des Golfkriegs der Fasching abgesagt.

Lesen Sie auch: Schongauer Herbstmarkt kann auch bei Warnstufe dunkelrot stattfinden

Außerdem interessant: Schongauer Weihnachtsmarkt abgesagt - Organisator zieht Reißleine wegen Corona-Lage

Und hier gibt es weitere Nachrichten aus Schongau und Umgebung.

Football news:

Anton Ferdinand über den rassistischen Terry-Skandal: mir wurde eine Kugel per post geschickt. Die Beleidigungen in den sozialen Netzwerken kamen jede Stunde
Man City hat für den 17-jährigen argentinischen Nationalspieler Sarmiento 19 Millionen Euro angeboten, Manchester City verhandelt über einen Transfer von Estudiantes-Trainer Dario Sarmiento. Das startangebot der Bürger Liege bei 19 Millionen Euro inklusive Boni, berichtet Insider Fabrizio Romano. Wenn der 17-jährige Argentinier dem Wechsel zugestimmt hat, wird er im Juni 2021 an den vereinsstandort kommen, um seine Zukunft bei den Klubs der City Football Group zu besprechen. Neben Manchester City sind es noch 9 Teams in Spanien, Frankreich, den USA und anderen Ländern
Rehhagel ist ein Bandit, von dem ich keine Entschuldigung annehmen werde. Die Geschichte der schlimmsten Verletzung in der Geschichte der Bundesliga
Die Wahl des Präsidenten von Barcelona wird am 24. Januar stattfinden
Koke: um die Bayern zu schlagen, muss man ein nahezu perfektes Spiel machen. Ich hoffe, dass Ihre Serie ohne Niederlage morgen unterbrochen wird
Löw könnte Müller, Boateng und Hummels zurück in die Deutsche Nationalmannschaft Holen, wenn es viele Verletzungen gibt
Nacho über das Spiel von Real Madrid: so werden Titel nicht gewonnen. Real-Verteidiger Nacho Fernandez hat sich über die letzten Auftritte der Mannschaft geäußert