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„Fight Island kann nur hier in Abu Dhabi statt finden“

Herr al-Saeed, als Marketing-Direktor im Ministerium für Kultur und Tourismus realisieren Sie gemeinsam mit der UFC Käfigkämpfe auf Yas, einer dafür abgeschotteten Insel vor Abu Dhabi. Warum?

Wir haben seit Jahren eine gute Partnerschaft mit der UFC. Die letzte Kampfsportveranstaltung auf dieser Insel war ein immenser Erfolg für beide Seiten. Uns wurde deutlich, wie sehr solch ein Event das Augenmerk auf Abu Dhabi lenkt als sicheres und luxuriöses Reiseziel für Besucher. Und damit meine ich nicht nur Fans. Es war eine großartige PR-Aktion für uns.

In Zeiten von Corona, in der viele Sport-Ligen ihre Veranstaltungen abgesagt haben, ist die UFC in die Offensive gegangen. Über Monate hinweg kursierten Gerüchte über Kämpfe auf einer Privatinsel fernab der Pandemie. Wie kam es, dass die Wahl schließlich auf Abu Dhabi fiel?

Als der Präsident der UFC, Dana White, im April auf der Suche nach einem Austragungsort für seine Kämpfe ging, auf der Suche nach einem „Fight Island“ war, da haben wir erkannt, dass das eigentlich nur hier statt finden könnte. Dank unserer Ressourcen und dem Ausmaß an staatlicher Unterstützung war für uns schnell klar, dass wenn ein solches Projekt irgendwo realisiert werden könnte, dann bei uns.

Kamen Ihnen irgendwann Zweifel, ob dies überhaupt möglich ist?

In Abu Dhabi ist alles möglich. Wir mussten die Infrastruktur auf Yas ausbauen. Die größte Herausforderung aber lag darin, die Insel komplett zu isolieren, um die Sicherheit und Gesundheit der Sportler und unserer Mitarbeiter zu garantieren. Dafür haben wir bisher rund 10.000 Coronatests durchführen lassen.

Hatten Sie Vorbilder bei der Erstellung der Sicherheitsmaßnamen?

Ich denke, dass unser Hygienekonzept mit dem Einsatz von Tests und Quarantäne ähnlich ist zu dem, was in vielen anderen Ländern bereits praktiziert wird. Was uns jedoch hervorhebt, ist die reibungslose Kooperation zwischen mehreren Institutionen und Partnern, um dieses Event zu ermöglichen. Dazu zählt die Unterstützung unserer Regierung, die Zusammenarbeit mit der staatlichen Fluggesellschaft Etihad Airways, welche die Kämpfer und Mitarbeiter in speziell dafür vorgesehenen Maschinen sicher in die Vereinigten Arabischen Emirate einfliegt, und die Abstimmung mit dem Betreiber unseres Flughafens. Das Gesundheitsministerium half uns ebenso wie die Polizei. Mehr als 20 verschiedene Institutionen sind beteiligt.

Ein hoher Aufwand für eine Veranstaltung, die man lediglich über das Bezahlfernsehen sehen kann...

Wenn wir nicht von Anfang an daran geglaubt hätten, dass es die Sache wert ist, glauben Sie mir, wir hätten die Anstrengungen nicht unternommen. Wir gehen sehr strategisch vor in dem, was wir machen. Unsere Regierung hat uns die Richtung vorgegeben, nachdem sie den Wert dieses Projekts erkannt hat. Es bringt Abu Dhabi die verdiente Aufmerksamkeit. Das sehen wir bereits jetzt am medialen Interesse und an der Resonanz über die Sozialen Medien, die „Fight Island“ nach sich ziehen. Wir zeigen damit auch, dass Abu Dhabi bereit ist für Besucher, bereit ist für sportliche Events als ein sicherer Austragungsort und sicheres Reiseziel. Wir sind stolz darauf zu zeigen, was trotz der Pandemie machbar ist.

Hinterlässt die Pandemie auch in Ihrem Land Spuren?

Natürlich spüren wir, wie in vielen anderen Länder auch, die Folgen von Corona. Wir sind da keine Ausnahme. Die Reisebeschränkungen wirken sich auch auf unsere Tourismusbranche aus. Aber wir geben die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht auf. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit den richtigen Sicherheitsmaßnamen schon recht bald den Tourismussektor hier wieder öffnen können. Das bedeutet nicht, dass die Dinge schon bald wieder zur gewohnten Normalität zurückfinden, sondern dass wir uns auf dem richtigen Weg dahin befinden. 

Im Vorfeld haben mehrere Kämpfer ihre Teilnahme abgesagt, weil sie sich in der Vorbereitungsphase mit Corona angesteckt haben. Fühlen Sie sich als Mitorganisator der Veranstaltung dafür mitverantwortlich?

Was mit den Sportlern passiert ist, ist zwar bedauerlich und wir wünschen ihnen eine schnelle Genesung. Jedoch fanden die Infektionen alle außerhalb unseres Einflussgebietes statt. Deswegen ist es für uns nicht von Belang, solange alle, die in Abu Dhabi landen, ein negatives Testergebnis haben. Einer der Kämpfer, Gilbert Burns, der auf der Insel um die Weltmeisterschaft im Weltergewicht kämpfen sollte, wurde positiv getestet, bevor er in die Maschine Richtung Abu Dhabi einsteigen konnte. Das beweist, dass unser Sicherheitskonzept funktioniert und alle anderen auf der Insel schützt. Jeder, der nach Abu Dhabi reist, wird getestet, kann dann in sein Hotel, wo eine 48 Stunden lange Quarantäne beginnt. In dieser Zeit werden zwei weitere Tests durchgeführt. Sobald alle negativ ausgefallen sind, geht es erst weiter.

Wie sieht es mit der Sicherheit und dem Wohlergehen der Mitarbeiter aus, die an diesem Projekts mitarbeiten? Immer wieder kritisieren Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International die Arbeitsbedingungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Rede ist von Ausbeutung und Misshandlung ausländischer Hilfskräfte.

Ich kann Ihnen versichern, dass die Arbeitsbedingungen aller, die am Projekt beteiligt waren oder generell in Abu Dhabi arbeiten, die höchsten Standards erfüllen. Es ist bedauerlich, dass es immer wieder Berichte gibt, wo es zu Zwischenfällen kam. Aber soweit ich informiert bin und besonders das, was ich während der Errichtung von „Fight Island“ gesehen habe, ist, dass jeder Mitarbeiter fürsorglich und mit Respekt behandelt wurde.

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