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Finanzaufsicht erwägt Moratorium gegen Bremer Greensill Bank

Das Bremer Rathaus: In der Hansestadt sitzt die Greensill Bank. Bild: Daniel Pilar

Die Finanzaufseher der Bafin zücken ihr schärfstes Schwert: Die in Bremen ansässige Bank soll keine Ein- und Auszahlungen mehr vornehmen können.

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin will offenbar gegen die Greensill Bank ein Zahlungsmoratorium verhängen. Das erfuhr die F.A.Z. am Dienstag aus Finanzkreisen. Damit darf die deutsche Tochtergesellschaft der in Schieflage geratenen britisch-australischen Finanzgruppe Greensill Capital keine Ein- und Auszahlungen mehr vornehmen. Die Maßnahme der Bafin dient dazu, die Einlagen deutscher Kunden über insgesamt 3,2 Milliarden Euro zu schützen. Rund 1 Milliarde Euro sollen von Privatanlegern stammen.

Einen Großteil dieser Gelder vermittelte das Zinsportal Weltsparen.de, das in der Nacht zum Dienstag das Geschäft mit der Greensill Bank eingestellt hat. Das Moratorium könnte die Bafin noch im Laufe des Tages verhängen, eine endgültige Sicherheit bestand darüber in Finanzkreisen aber noch nicht. Ein Sprecher der Bafin kommentierte das nicht. Die Finanzaufsicht hat aber inzwischen die Kontrolle über die in Bremen ansässige Greensill Bank übernommen und dort einen Sonderbeauftragten eingesetzt.

Deren Schieflage dürfte zu einem Fall für die Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) werden. Um die gesetzlich garantierten Einlagen von bis zu 100.000 Euro zu garantieren, hatten die privaten Banken Ende 2019 in ihrem Sicherungstopf rund 3 Milliarden Euro angesammelt. Damit schützt die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken gesetzlich garantierte Einlagen von insgesamt 583 Milliarden Euro.

Für Einlagen, die über die gesetzliche Grenze von 100.000 Euro hinausgehen, springt der Einlagensicherungsfonds deutscher Banken ein. Dessen Schutzrahmen wurde nach den Entschädigungsfällen Lehman Brothers und Maple Bank in den vergangenen Jahren deutlich verringert. Vor allem institutionelle Kunde wie Kommunen oder Finanzinstitute werden nicht mehr geschützt. Um den Kunden der deutschen Tochtergesellschaft von Lehman Brothers Einlagen von 6 Milliarden Euro zurückzuzahlen, hatte der Einlagensicherungsfonds eine staatliche Rückendeckung benötigt. Mit dem neuen Schutzrahmen hätten für Lehman zwei Drittel weniger ausgezahlt werden müssen.

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