Germany
This article was added by the user . TheWorldNews is not responsible for the content of the platform.

„Folgerichtig?“ CDU-Landeschef will Unions-Frau als Bundespräsidentin - und führt Ampel vor

Von: Kathrin Reikowski

Kommentare

Hendrik Wüst
Hendrik Wüst vergangenen Monat beim NRW-Landesparteitag in Bielefeld. © Bernd Thissen/dpa

Am 13. Februar wählt die Bundesversammlung einen neuen Bundespräsidenten. Oder eine Bundespräsidentin? Aus der Union kommt eine klare Empfehlung.

Düsseldorf - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) spricht sich für eine Frau als neue Bundespräsidentin aus. „Nachdem die Union die erste Bundeskanzlerin, die erste Bundesverteidigungsministerin und die erste EU-Kommissionspräsidentin gestellt hat, wäre es nur folgerichtig, wenn sie auch die erste Bundespräsidentin vorschlägt“, sagte Wüst der Welt am Sonntag.

Am 13. Februar wählt die Bundesversammlung den neuen Bundespräsidenten. Die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP haben dort eine Mehrheit. Der amtierende Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat bereits vor längerer Zeit angekündigt, dass er noch einmal antreten will.

Allerdings habe die Union die meisten Wahlfrauen und Wahlmänner in der Bundesversammlung, so Hendrik Wüst. Er fordert daher: „Wir sollten den Anspruch auf einen eigenen Vorschlag haben.“

Mit einem besonderen Seitenhieb an die Ampel untermauert er seine Forderung: „Wir haben bald einen Kanzler, der von zwei Männern vertreten wird. Es wird auch einige Anhängerinnen und Anhänger der Ampel-Parteien geben, die sich mehr Vielfalt gewünscht hätten.“ Der designierte Kanzler und die SPD stimmen am Samstag über den Koalitionsvertrag ab.

Eine Frau „mit Strahlkraft an der Spitze unseres Staates - das wäre gerade angesichts der in dieser Frage etwas einseitigen Personalpläne um Olaf Scholz ein starkes Zeichen. Die Zeit ist aus meiner Sicht reif für eine Frau im Schloss Bellevue“, sagte Wüst.

Einen konkreten Namen nannte Wüst allerdings noch nicht: „Unsere Kandidatin sollte das moderne Deutschland verkörpern und über Parteigrenzen hinweg integrieren können. Aber ich kann ja auch nur einen Gedankenprozess in der Union anregen.“ (dpa/kat)

Auch interessant