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Frankreich droht Insel im Ärmelkanal damit, den Strom abzustellen

Im Streit um Fischereilizenzen für Gewässer der britischen Kanalinsel Jersey droht die französische Regierung mit Vergeltungsmaßnahmen. Sie habe der EU-Kommission bereits mitgeteilt, dass der Brexit-Vertrag in diesem Punkt nicht eingehalten werde, sagte die für Meerespolitik verantwortliche Ministerin Annick Girardin am Dienstag im Unterhaus des französischen Parlaments.

Die Insel liegt nur einige Kilometer vor der französischen Küste, ist aber britischer Kronbesitz mit eigener Verwaltung. Den Großteil ihrer Stromversorgung bezieht die Insel über ein Unterseekabel aus Frankreich.

Und darüber bahnt sich nun Streit an: Es seien für Jersey 41 Fischereilizenzen an französische Boote vergeben worden, so Ressortchefin Girardin. Diese seien jedoch mit nicht hinnehmbaren, nicht abgesprochenen Bedingungen verbunden, beispielsweise sei der Zugang zu den Gewässern in manchen Fällen von 40 Tagen auf etwas mehr als zehn reduziert worden.

Streit zwischen Frankreich und Großbritannien

„Wir haben die Mittel“, fügte Girardin mit Blick auf eine mögliche Vergeltung hinzu. In diesem Zusammenhang brachte sie das Abschalten der Stromversorgung ins Spiel. „Es würde mir sehr leidtun, wenn wir so weit gehen müssten“, aber man werde „das tun, wenn wir müssen.“ Ansonsten riskiere man auch an anderen Orten seinen Zugang zum Meer.

Die britische Regierung wehrte sich gegen die Vorwürfe mit der Begründung, Jersey sei zwar Kronbesitz, habe aber eine eigene Verwaltung. Damit sei die Insel für die Vergabe von Lizenzen selbst verantwortlich. Einfluss habe man nicht genommen.

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Bei Frankreichs Fischern herrscht schon seit längerem Wut über den Zugang zu britischen Gewässern nach dem Brexit. Der Protest richtet sich vor allem gegen die langsame Erteilung von Fischfang-Lizenzen in London. Jean-Luc Hall, Chef des „National Fishing Committee“, sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, Großbritannien habe weniger Lizenzen ausgestellt als vereinbart. Französische Fischer würden sich ohne Lizenzen nicht in britische Gewässer wagen, um keine Strafen zu riskieren.

Nach dem Ausscheiden der Briten aus der EU war es zu einem Streit über Gesamtfangmengen und deren Aufteilung gekommen. Zeitweise drohten die Verhandlungen über einen Brexit-Handelspakt an der Fischfrage zu scheitern. Die EU-Staaten hatten sich im Dezember auf vorübergehende Fischfangquoten bis Ende Juli geeinigt.

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