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Freigestellt bei vollem Gehalt - Lotto-Königin von Sachsen-Anhalt gestürzt

Ab sofort freigestellt: Lotto-Geschäfts­führerin Maren Sieb (47)
Ab sofort freigestellt: Lotto-Geschäfts­führerin Maren Sieb (47)Foto: Peter Gercke

Magdeburg – Die Lotto-Chefs in Sachsen-Anhalt haben sich verzockt! Beide Geschäftsführer, Maren Sieb (47) und Ralf von Einem (52), wurden am Dienstag freigestellt.

Finanzminister Michael Richter (66, CDU) und Verkehrsminister Thomas Webel (65, CDU) fuhren persönlich in die Lotto-Zentrale, um dem Duo diese Entscheidung des Aufsichtsrates mitzuteilen.

Kurz danach verließen die Geschäftsführer je im Dienst-BMW das Lottogelände.
„Mit der Freistellung soll weiterer Schaden von der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt abgewendet werden“, so Andreas Hein, Pressesprecher im Finanzministerium.

Die Chefs hatten das Vertrauen der Politik endgültig verspielt. Seit Monaten versucht ein Untersuchungsausschuss des Landtags, offene Fragen zu Lotto-Millionen-Zockereien in Zerbst und zur Vergabe von Fördermitteln und Jobs aufzuklären. Statt aktiv bei der Aufklärung zu helfen, gaben Sieb und von Einem keine Fehler zu – und hielten sogar wichtige Dokumente zurück.



U. a. versteckten sie zunächst einen Geldwäsche-Prüfbericht von 2018, der das Wettverhalten der Ex-Lottoverkäuferin Marie H. aus Dessau und ihrer Mitspieler kritisch beleuchtete. In Zerbst räumten die vier Zocker bei der Lotto-Sportwette Oddset mehr als 3 Mio. Euro ab.

Finanziell haben die Lotto-Chefs selbst bisher keinen Schaden. Trotz Freistellung erhalten sie ihre Bezüge weiter. Sieb verdiente 2018 immerhin 174 562 und von Einem 138 619 Euro.
Neuer Interims-Lottochef ist Marko Ehlebe (42), bisher Beamter im Finanzministerium.

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