Am frühen Mittwochabend erreichte Hertha die schreckliche Nachricht vom viel zu frühen Tod des Ex-Trainers Levent Selim, der nur 48 Jahre alt wurde.

Von Roberto Lamprecht und Carsten Priefer

Vor wenigen Monaten – Mitte April – war der Co-Trainer der U23 sogar für einen Tag als Co-Trainer bei den Hertha-Profis eingesprungen, weil sich damals das komplette Trainer-Team um Pal Dardai, Zecke Neuendorf, und Admir Hamzagic in Corona-Quarantäne begeben musste. Sportdirektor Arne Friedrich sprang damals beim Training als Chef-Trainer ein und beförderte Selim als Assistenz-Trainer zu den Profis. Jetzt ist Selim ganz plötzlich verstorben und alle sind völlig geschockt!

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Arne Friedrich am Donnerstag dazu: „Es ist absolut schockierend, es kam total unerwartet. Wir wurden am frühen Mittwochabend informiert, dass Levent verstorben ist. Ich möchte im Namen des gesamten Vereins unser Beileid aussprechen an die Familie, an die Freunde. Levent war ein toller Mensch, der hier gearbeitet hat und ein Teil der Hertha-Familie war. Da Worte zu finden, ist sehr schwierig. Fakt ist: Er ist leider verstorben und es war für uns alle sehr schockierend und absolut surreal. Wir wünschen seiner Familie und den Freunden in dieser schwierigen Phase viel Kraft.“

Am Donnerstag trainierte das Team noch gemeinsam (Foto: City-Press GmbH)
Levent Selim gibt Anweisungen an die Hertha-Profis. Das war im April 2021 (Foto: City-Press GmbH)

Auch Herthas U23-Trainer Ante Covic, der im Sommer noch mit Selim zusammenarbeitete, sagt geschockt: „Wir sind hier alle erschüttert und unfassbar betroffen. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.“

Was ist passiert?

Bis Ende August hatte Selim noch als Co-Trainer bei Herthas U23 gearbeitet, dann sein Amt niedergelegt. In den Herbstferien war er jetzt in den Türkei-Urlaub geflogen, wo er sich nach B.Z.-Informationen mit Corona infiziert haben soll. Dort soll er in einem türkischen Krankenhaus in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch verstorben sein.

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Friedrich sagt: „Wir werden nicht über Krankheitsbilder sprechen – es sind Themen, da haben wir auch viel zu wenig Informationen bisher.“

Wird Hertha jetzt Freitagabend in Hoffenheim oder im Heimspiel am 7. November gegen Leverkusen mit Trauerflor auflaufen? Friedrich: „Was jetzt passiert, ob wir zum Beispiel mit Trauerflor spielen, werden wir jetzt alles in Ruhe besprechen. Wir müssen diese Nachricht auch erst mal verarbeiten.“