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Für Demokratie und Respekt: Schulpsychologischer Dienst in Oberberg schafft Fachstelle

Oberberg -

Rassismus, Antisemitismus oder Homophobie – das sind nur einige Ausprägungen der sogenannten gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Um ihr speziell in den Schulen zu begegnen, hat die Landesregierung bei Schulpsychologischen Diensten Fachstellen für eine „Systemberatung Extremismusprävention“ angesiedelt. Für den Dienst beim Oberbergischen Kreis wurde der Arbeitsschwerpunkt Rechtsextremismus und Rechtspopulismus festgelegt, berichtete jetzt Diplom-Psychologe Bernd Christ im Kreisschulausschuss. Zwei Mitarbeiter in der Systemberatung kümmern sich nun darum, Angebote für die oberbergischen Schulen aufzubauen.

Grundlage für die Einrichtung der Stellen sei der vom Schulministerium aufgelegte Aktionsplan gegen Gewalt „Für Demokratie und Respekt“, mit dem die Landesregierung in Schulen und deren Umfeld für die Werte des Rechtsstaats eintreten will. Schulen sollen ermutigt werden, sich systematisch gegen Gewalt zu engagieren. Dies sei ein Themenbereich, für den Schulen erfahrungsgemäß verlässliche und verbindliche Unterstützung brauchen, heißt es in einem Bericht des Schulpsychologischen Dienstes, der dem Ausschuss vorgelegt wurde. Um diesem Ziel gerecht zu werden, hat sich Oberberg auf den Schwerpunkt Rechtsextremismus festgelegt, denn zu dessen Kerngeschäft gehöre die Stigmatisierung von Minderheiten.

Zwei Lehrer mit mehreren Jahrzehnten Berufserfahrung kümmern sich um die Systemberatung und haben in einem ersten Schritt die Bedarfe der Schulen im Bereich Rechtsextremismus per Fragebogen ermittelt. Welche konkreten Unterstützungsbedarfe es gibt, ist aber wegen nur weniger Rückläufer während der Corona-Zeit noch nicht klar. Der Dienst arbeite nun daran, eine Datenbank und ein Netzwerk mit Anbietern von Präventionsmaßnahmen aufzubauen. So soll Schulen passgenau ein Kooperationspartner sowie Workshops und Infoveranstaltungen angeboten oder auch Unterstützung bei der Erarbeitung von Konzepten angeboten werden.

Ein Baustein der Arbeit ist ein Methodenkoffer „Erlebniswelt Rechtsextremismus“, der Schulen Werkzeuge für einen mit geringem Aufwand zu organisierenden Projekttag an die Hand geben soll. Auch sollen Workshops angeboten werden, um Jugendliche für rechte Inhalte im Internet zu sensibilisieren. Gerade im Zuge der Pandemie und der damit einhergehenden Verschwörungstheorien scheint es laut der Schulpsychologen wichtiger denn je, das Thema im Unterricht aufzugreifen.

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