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Fußball: Foto-Aufruf geht viral

Naumburg -

Seit einigen Tagen geht diese Aktion viral: Nachwuchskicker lassen sich mit Schrifttafeln ablichten, und aus diesen Fotos werden Collagen gestaltet, die dann in den sozialen Netzwerken für das Anliegen der jungen Kicker, die sich an die Politik richten,   werben sollen: „Bitte lasst uns wieder Fußball spielen. Wir vermissen das so sehr. Dankeschön!“, heißt es da.

Auch in der Saale-Unstrut-Finne-Region sind einige Vereine der Aktion des österreichischen Clubs FC Kufstein, der am 21. Februar als Erster eine solche Collage gepostet hatte, gefolgt. Neben dem Baumersrodaer SV zum Beispiel auch der SC Naumburg. Die F-1-Junioren der Domstädter hatten nach einem Aufruf ihres Trainers Ronny Hübner, der das Team zusammen mit Denny Illig betreut, in der Eltern-WhatsApp-Gruppe blitzschnell reagiert und innerhalb eines Tages ihre Fotos hochgeladen. „Die Kinder waren echt kreativ, haben auf ganz unterschiedliche Art und Weise ihre  Beiträge gestaltet“, freute sich Hübner, dessen Sohn Louis Waitz ebenfalls zur Mannschaft gehört.

Das erste Wort der SCN-Collage kreierte der siebenjährige Moritz Hoffmann. An das Garagentor des elterlichen Hofes schrieb er mit Kreide „BITTE“, wobei er dann gleich selbst Teil des zweiten „T“ wurde. Seine Mutter ist von der Aktion begeistert, „Das ist eine tolle Initiative, die ja so viele Kinder betrifft, nicht nur im Fußball, sondern in allen Sportarten“, sagt Frances Hoffmann.   „Wir können uns noch glücklich schätzen und haben hier bei uns in Sieglitz ein großes Grundstück, auf dem sich Moritz und sein zehnjähriger Bruder Fridolin austoben können.“ Wenngleich sie und ihr Mann versuchen, ihre  Jungs immer in Bewegung zu halten - gemeinsam laufen sie auch viel - „wollen sich die Kinder natürlich liebend gern endlich wieder mit ihren Freunden zum Sport treffen dürfen“, so Frances Hoffmann.

Es sei ja auch so, erzählt die Sieglitzerin, dass die Kinder allgemein sehr verständnisvoll auf die Maßnahmen im Zuge der Corona-Krise reagierten. „Das haben sie auch schon nach dem ersten Lockdown, als das Training  wieder möglich war, bewiesen. Da haben sie auch die geforderten Abstände eingehalten.“ Nun würden die Jüngsten aber dafür bestraft, dass die Älteren sich nicht an die Regeln hielten.

Auf ein baldiges Ende der zweiten Corona-Zwangspause, die inzwischen in den fünften Monat gegangen ist, hofft auch Ronny Hübner; „Seit Ende Oktober dürfen wir ja nicht mehr trainieren. Die Saison 2020/21 wird ja, obwohl es noch nicht offiziell ist, auch gelaufen sein. Und im kommenden Spieljahr wechselt unsere Mannschaft in die Altersklasse E-Junioren.“

Soll heißen: Die SCN-Talente können den großen Vorteil, als älterer F-Jugend-Jahrgang in die Saison gestartet zu sein, nicht weiter auf den Platz bringen. In der hiesigen Kreisliga, Staffel 4, hatten die Schützlinge von Ronny Hübner und Denny Illig, dessen Sohn Samy Meis ebenfalls zum Team gehört, im unterbrochenen aktuellen Spieljahr bislang durchweg klare Erfolge gefeiert: 24:1 bei Blau-Weiß Bad Kösen, 14:0 gegen die JSG Unstrut/Finne II, 8:1 beim FC ZWK Nebra und 18:0 gegen Klosterhäseler/Herrengosserstedt I sowie im Pokal 23:0 gegen den SV Hohenmölsen I. „Solche Erfolgserlebnisse sind - neben Niederlagen, die natürlich auch dazugehören - sehr wichtig für die Entwicklung der jungen Kicker“, sagt Hübner, der hofft, dass der Kader, der bisher 16, 17 Spieler umfasste, in dieser Größe erhalten bleibt und sich im Zuge der pandemiebedingten Zwangspause niemand abmeldet.

Die Collage-Aktion der Nachwuchskicker wird indes auch von der Führungsriege des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) unterstützt. „Unsere Vereine haben in den vergangenen Monaten einen erfolgreichen Beitrag geleistet, um Kontakte zu reduzieren und Infektionen entgegenzuwirken. Dieses verantwortungsvolle Verhalten darf bei den Erörterungen der Lockerungen nicht vergessen werden, insbesondere deshalb, weil es in besonderem Maße um Kinder und Jugendliche geht“, sagt Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung. Dies betreffe nicht nur den Fußball, sondern den gesamten Sport.

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