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Gammelhäuser in Werne: In die Immobilie an der Burgstraße kommt endlich Bewegung

Schön anzusehen ist das alte Fachwerkhaus an der Burgstraße 13 nicht unbedingt. Die Sanierung dümpelte lange vor sich hin - und zwischendurch galt das denkmalgeschützte Gebäude aus Sicht der Stadt sogar als einsturzgefährdet. Die Entkernungsarbeiten, die der im Jahr 2017 gefundene Investor vorgenommen hatte, seien „nicht denkmalgerecht erfolgt“, hieß es vor gut eineinhalb Jahren.

Statt tiefer Sorgenfalten hatte Denkmalschützerin Petra Göbel in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung, Umwelt und Verkehr am Mittwoch (16. September) jedoch ein verhaltenes Grinsen im Gesicht, als sie den Sachstand der aktuellen Denkmalprojekte vorstellte. Der Grund: Es geht voran.

„Da bewegt sich etwas. Der Bauherr hat noch Interesse, der Architekt hat Zug dahinter. Ich traue ihm das zu - und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt“, so Göbel. Und zumindest auf dem Papier schaut der Projektstand momentan tatsächlich ganz gut aus: Die Baugenehmigung sei im Juli erteilt worden.

Laut Architekt würden aktuell Statik- und Wärmeschutzberechnungen erstellt, erklärte Göbel. Zudem würden die Bauabläufe mit Fachfirmen geplant, um einen Zeitplan zu erstellen und weitere Details mit der Unteren Denkmalbehörde und dem LWL abgestimmt. In Abstimmung mit der Stadt sollen hingegen die Tauben noch in diesem September „entfernt“ und das Gebäude geschlossen werden.

Rochuskapelle an Lünener Straße ist wieder geöffnet

Gute Nachrichten konnte Göbel am Mittwoch auch in Sachen Rochuskapelle überbringen. Denn die ist inzwischen geöffnet und kann wieder genutzt werden. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt das Gotteshaus aufgrund eines Schimmelbefalls geschlossen. Zuvor hatte die Martinsgesellschaft Lenklar-Brederode, die seit Langem eine Patenschaft für den Sakralbau aus dem Jahr 1885 hat, die Stadt als Eigentümerin der Kapelle kontaktiert - auch, weil mehrere Besucher der Messen über Atembeschwerden geklagt hatten.

Der Schimmel hatte sich unter dem vor gut 25 Jahren verlegten PVC-Boden gebildet. Mittlerweile wurde beides entfernt. Die Schadstoffbelastung sei glücklicherweise auch nicht so gefährlich gewesen wie zunächst befürchtet, betonte Göbel: „Und jetzt müssen wir schauen, was wir mit dem alten Boden machen.“

Gemeint ist der Steinfußboden, der noch aus der Bauzeit des Gotteshauses stammt. Die Stadt spielt schon länger mit dem Gedanken, diesen im Zuge einer Sanierung aufzubereiten. Was das kosten würde und ob dafür Geld aus Fördertöpfen erforderlich wäre, war allerdings noch unklar.

30.000 Euro für Fassadenprogramm

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