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Gemeinderäten ist Unterhalt des BGZ zu hoch

In diesem Jahr stellte der Kämmerer Rene Borchardt von der VG Gerolzhofen die Jahresrechnung 2019 den Gemeinderäten sehr ausführlich dar, um die vier neuen Gemeinderäte in die Eigenarten des Zahlenwerkes einer Kommune einzuführen.

Der letzte amtliche Einwohnerstand wurde zum 31. Dezember 2018 mit 960 festgestellt. Die größten Einnahmepositionen der Gemeinde im Verwaltungshaushalt sind der Einkommenssteueranteil mit 638 800 Euro, gefolgt von der Gewerbesteuer mit 397 600 Euro und den Schlüsselzuweisungen mit 150 000 Euro. Auf der Ausgabenseite schlagen mit 372 800 Euro die Kreisumlage, der Personalaufwand mit 161 300 Euro, die VG-Umlage mit 88 200 Euro sowie die Gewerbesteuerumlage mit 83 000 Euro zu Buche.

Pro-Kopf-Verschuldung weit unter dem Landesdurchschnitt

Das Vermögen der Gemeinde betrug zum Jahresende 2019 4,6 Millionen Euro. Hier werden das Kanal- sowie das gemeindliche Wassernetz und die Kläranlagen zusammengefasst. Der Schuldenstand der Gemeinde betrug insgesamt 60 600 Euro, dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 63 Euro, damit liegt die Gemeinde weit unter dem Landesdurchschnitt von 535 Euro vergleichbarer Gemeinden in Bayern.

Borchardt stellte außerdem die Kostenrechnungen der Kanalisation und Wasserversorgung vor. In seiner Zusammenfassung stellte er fest, dass der Verwaltungsansatz mit vier Prozent über dem Haushaltsansatz von 1,91 Millionen lag. Der Vermögenshaushalt schloss mit 7,8 Prozent unter dem Haushaltsansatz ab und wurde mit 1,16 Millionen ausgewiesen. Dem Vermögenshaushalt wurden 435 700 Euro vom Verwaltungshaushalt zugeführt, wie Borchardt positiv vermerkte.

Bürgermeister Herbert Fröhlich erklärte, dass die für 2020 geplante Umstellung der Straßenbeleuchtung auf 2021 verschoben wird. Positiver Nebeneffekt sei eine um zehn Prozentpunkte höhere Förderung, die dann 30 Prozent beträgt.

Gemeinderäte hinterfragen einzelne Abrechnungspositionen

Dem Ratsgremium wurde auch die Abrechnung über die im Jahr 2019 angefallenen Nebenkosten für das BGZ vorgestellt, die durch die Kirchenverwaltung vorgelegt wurde. Es gibt eine Vereinbarung zwischen politischer Gemeinde und Kirchenverwaltung über die Nutzung des Begegnungszentrums (BGZ), dabei werden die Nebenkosten zu Zweidrittel von der Gemeinde getragen. Der Gemeindeanteil beträgt 9600 Euro für den laufenden Betrieb am BGZ im Jahr 2019. An Stromkosten fallen 3000 Euro an, für die Heizung 1700 Euro und sonstige Unterhalts- beziehungsweise Reinigungskosten 4900 Euro. Dies erschien einigen Gemeinderäten zu hoch und sie hinterfragten einzelne Abrechnungspositionen sowie die Vertragsdauer. Man stimmte jedoch einstimmig der Abrechnung zu.

Bei der Besichtigung des Vorgartens am Rathaus wurde der Bewuchs am Gedenkstein der Deportationen jüdischer Mitbürger diskutiert. Hier soll der Wildwuchs von Sträuchern entfernt werden und der Gedenkstein wieder freigeschnitten werden. Dem Pflanzplan von Julia Barthelme wurde einstimmig zugestimmt.

Bald zwei eigenständige ILE-Gruppen: Mainschleife und Steigerwald

Der Bürgermeister informierte auch über die Fortführung des integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILE), welches aus dem LEADER-Förderprogramm entstanden ist. Dabei ist geplant, die bisherige ILE-Gruppe "Main-Steigerwald" in zwei eigenständige Gruppen zu unterteilen da noch weitere Ortschaften aus dem Maingebiet hinzustoßen wollen. Damit man eine handlungsfähige Einheit bleibe, will man diese in die beiden Teile Mainschleife und Steigerwald teilen.

Diese setzen sich dann wie folgt zusammen: ILE-Steigerwald besteht aus Dingolshausen, Donnersdorf, Frankenwinheim, Lülsfeld, Michelau, Markt Oberschwarzach, Sulzheim und Gerolzhofen. Die ILE Mainschleife besteht aus Nordheim, Sommerach, Volkach, Schwanfeld, Wipfeld, Markt Eisenheim und Kolitzheim. Das Fortschreibungskonzept wird durch die Firma "Neuland+" erstellt. Wegen der Corona-Krise sollen als Lokalbeteiligung nur die jeweiligen Gemeinderäte als Kenner der Lokalverhältnisse einbezogen werden. Eine weitere Einbindung von Bürgern ist frühestens zum Jahreswechsel vorgesehen.

Bauplatzpreise in Brünnstadt festgelegt

Aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung berichtete Fröhlich über einen Zuschuss für Innenentwicklung in der Lülsfelder Straße. Im Zuge des Baues der Linksabbiegespur an der Staatsstraße St2774 hat die Gemeinde 140 Quadratmeter an Fläche übernommen. Im Baugebiet Schloßgarten wurde der Bauplatz 786/26 verkauft. Für Brünnstadt wurden die Bauplatzpreise auf 65 Euro je Quadratmeter festgelegt.

In der Schallfelder Straße sollen Bäume im Herbst wegen Dürreproblemen ausgetauscht werden, wie Fröhlich abschließend berichtete.

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