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Gewalt, Pöbeleien, Ignoranz: Der irre Zoff um die Corona-Masken

Als Ersten traf es Philippe Monguillot. Der 59-jährige Busfahrer aus Südfrankreich hatte Anfang Juli Fahrgäste gebeten, sich an die Regeln zu halten und eine Maske zu tragen. Es war sein Todesurteil. Nach einer Prügelorgie starb er.

Auch in Deutschland gab es zuletzt fast täglich Meldungen über gewalttätige Angriffe auf Busfahrer, Supermarkt-Mitarbeiter, Schaffnerinnen, Gastronomen, Flugbegleiter – oder einfach Passanten, die auf das korrekte Tragen der Maske hinwiesen, wie die Hamburgerin, die in einem Fahrstuhl der Grindelhochhäuser verprügelt wurde.

Dabei wollten die Opfer nur eins: uns alle schützen.

Corona-Masken: Vom Stoffstück zum Zündstoff

Doch die Maske ist vom Stoffstück zum Zündstoff geworden. Die meisten tragen sie, weil die Stofflappen vor Mund und Nase eindeutig Sinn machen. Solidarität und Verantwortungsbewusstsein nennt man das.

Video: Frau in Hamburg wegen Corona-Maske verprügelt

Ein kleiner Teil aber verweigert sich. Entweder weil er die Corona-Politik wahlweise für diktatorisch, schwachsinnig oder unnötig hält. Da wird das Nicht-Tragen der Maske zum Möchtegern-Akt des Widerstands, der nicht mal einen selbst, sondern vor allem die anderen gefährdet.

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Oder es handelt sich um Masken-Trottel, die den Schutz absichtlich falsch tragen, weil’s bequemer und ihnen egal ist, wenn sie andere anstecken.

Die Maske wird zum Symbol des Sommers

Die Maske, sie wird in diesem Sommer zum Symbol: Für oder gegen das System, für oder gegen die Wissenschaft, sozial oder unsozial, rational oder irrational?

Die große Mehrheit der Deutschen hält laut aktueller Umfrage die Maskenpflicht in bestimmten Bereichen für sinnvoll. Aber wie umgehen mit dem renitenten Rest? Jeder kennt es, ob in Bus, Bahn, Supermarkt, Fahrstuhl oder Geschäft: Da baumelt dem Mitbürger das Ding vorm Kinn, hängt unter der Nase oder wird gleich ganz vergessen. Und viele stellen sich die Frage: Soll ich mich einmischen?

Streit um Masken: Bei vielen liegen die Nerven blank

Wer weiß schon, wie blank die Nerven beim Gegenüber liegen? Außerdem will man doch gar nicht diese Rolle des Besserwissers haben.

Klar ist: Die Masken werden uns noch viele Monate begleiten. Und je mehr sie tragen, desto schneller werden wir sie wieder los.

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