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Gleisbauarbeiten an der Gröpelinger Heerstraße

So wie auf dieser Aufnahme aus Sebaldsbrück werden ab Anfang März auch in Gröpelingen die alten Gleise aufgeschnitten, herausgenommen und ersetzt.

So wie auf dieser Aufnahme aus Sebaldsbrück werden ab Anfang März auch in Gröpelingen die alten Gleise aufgeschnitten, herausgenommen und ersetzt. (Christina Kuhaupt)

Die Gröpelinger Heerstraße wird zwischen Lindenhofstraße und Debstedter Straße ab 2. März für achteinhalb Wochen bis zum 30. April für Autos und Straßenbahnen voll gesperrt. Auch die Havemannstraße ist in dieser Zeit nicht befahrbar. Grund hierfür sind Gleisbauarbeiten.

Der Bereich zwischen Lindenhofstraße und Straßenbahndepot ist der letzte Abschnitt der Heerstraße, in dem die Schienen noch nicht für die neuen breiteren Straßenbahnen auseinandergezogen worden sind. Die Gleise dort sind außerdem mittlerweile stark abgenutzt, wie Ingo Schnieders, Projektleiter bei der Bremer Straßenbahn AG (BSAG), am Mittwochabend im Verkehrsausschuss des Gröpelinger Beirats erläutert hat. Je Richtung befahren ihm zufolge in diesem Abschnitt 275 Straßenbahnen täglich die Schienen und haben dabei 17.500 Fahrgäste an Bord. Das habe naturgemäß an den Gleisen, die zum Teil noch aus dem Jahr 1992 stammen, Spuren hinterlassen: „Die Gleise haben ihre Verschleißgrenze erreicht.“

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Die neuen Straßenbahnen sind zwar insgesamt breiter, ihre Räder haben aber denselben Abstand wie bei älteren Modellen. An der Spurbreite selbst ändert sich also nichts; damit aber Bahnen aneinander vorbei fahren können, muss der Abstand zwischen den beiden Fahrtrichtungen größer werden. Wie schon in anderen Bereichen der Heerstraße hat dies zur Folge, dass sich auch hier nach der Baumaßnahme in Fahrtrichtung stadtauswärts Bahnen und Autos teilweise die Fahrbahn teilen müssen.

Um möglichst schnell und in einem sicheren Arbeitsumfeld Schienen, Pflaster, Asphalt und Schotter entfernen, anschließend eine Betontragplatte herstellen und darauf die Gleise montieren zu können, müsse der entsprechende Heerstraßenabschnitt – etwa 520 Meter von der Haltestelle Lindenhofstraße bis kurz vor dem BSAG-Betriebshof – für Autos, Busse und Straßenbahnen voll gesperrt werden, so Schnieders. Parallel dazu werde auch das etwa 140 Meter lange Stück auf der Havemannstraße komplett gesperrt.

Baustellenbereich für Fußgänger und Radfahrer passierbar

Radfahrer und Fußgänger können dabei während der gesamten Zeit den Baustellenbereich passieren – und es wird für sie dort wohl auch den ganzen Tag über viel zu sehen geben. Schnieders zufolge soll nämlich montags bis samstags jeweils von 6 bis 22 Uhr gearbeitet werden, um mit der Maßnahme zügig voranzukommen.

Darüber, wie die im Baustellenbereich ansässigen Geschäfte während der Baumaßnahme ihre Waren von der Rückseite ihrer Grundstücke aus anliefern lassen können, wird Schnieders in den kommenden Wochen mit den Betreibern sprechen. Auch Müllfahrzeuge können in den achteinhalb Wochen diesen Straßenabschnitt nicht befahren – für die Anwohner ändere sich dadurch aber nichts, so Schnieders: „Sie können ihren Müll zu den gewohnten Zeiten rausstellen und wir holen den dann ab und bringen ihn zu Sammelplätzen.“

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Während der Bauarbeiten können die Straßenbahnlinien 2 und 10 nicht wie gewohnt fahren. Die Linie 2 ende während dieser Zeit beim Waller Friedhof und die Linie 10 werde über die Nordstraße umgeleitet, so BSAG-Angebotsplaner Lars Degen. Somit werden die Haltestellen Altenescher Straße, Moorstraße und Lindenhofstraße nicht von den Bahnen angefahren. Stattdessen wollen die Planer in diesem Bereich übergangsweise einen Ring-Bus einsetzen – was allerdings im Bereich Lindenhofstraße, Ortstraße und Liegnitzstraße kompliziert sei. Dort nämlich sei die Fahrbahn mit fünfeinhalb Metern zu schmal, als dass der Gegenverkehr an den Bussen vorbei käme, so Degen: „Deshalb müssen wir da eine Einbahnstraßenregelung einführen.“ Dies sei auch schon mit dem Amt für Straßen und Verkehr (ASV) besprochen worden.

Daran, dass diese Lösung reibungslos funktionieren wird, haben manche Ortspolitiker allerdings so ihre Zweifel. Zum einen, weil durch den Lieferverkehr beim Lindenhof-Center regelmäßig für längere Zeit die Ecke Gröpelinger Heerstraße / Lindenhofstraße blockiert werde. Es könne durchaus bis zu zwei Stunden dauern, bis der Verkehr dort dann wieder fließe, hat Martin Reinekehr (SPD) beobachtet. Ihm zufolge kommt es außerdem häufig vor, dass direkt auf der Lindenhofstraße Autos mit laufendem Motor abgestellt werden, um Einkäufe in den Geschäften vor Ort zu erledigen. Der Ring-Bus käme in dieser Zeit dort dann nicht voran.

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