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Glühender Trump-Anhänger: QAnon-Anhänger bewirbt sich um Kongress-Sitz

Glühender Trump-Anhänger QAnon-Anhänger bewirbt sich um Kongress-Sitz

Ron Watkins: ein bisher unbekannter Name in der politischen Welt der USA. Doch das könnte sich bald ändern. Der Anhänger der Verschwörungsgruppe QAnon will für einen Sitz im US-Kongress kandidieren, um den "Kampf" nach Washington zu tragen - wie der ehemalige Präsident selbst, glaubt Watkins: "Trumps Wahl wurde gestohlen".

Der mit der rechtsextremen Verschwörungsbewegung QAnon in Verbindung stehende Website-Betreiber Ron Watkins hat seine Kandidatur für den Kongress angekündigt. Bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus in Arizona im kommenden Jahr wolle er für die Republikanische Partei antreten, erklärte Watkins im Messengerdienst Telegram. Den Parlamentssitz, auf den er sich bewerben will, hat derzeit ein Politiker der Demokraten von Präsident Joe Biden inne.

Watkins ist ein glühender Anhänger des früheren Präsidenten Donald Trump. "Präsident Trumps Wahl wurde gestohlen - nicht nur in Arizona, sondern auch in anderen Bundesstaaten", behauptete er bei Telegram. "Wir müssen diesen Kampf nach Washington, D.C. tragen, um alle schmutzigen Demokraten hinauszuwählen, die unsere Republik gestohlen haben."

Trump hat seine Wahlniederlage gegen Biden bei der Präsidentschaftswahl bis heute nicht anerkannt. Der 75-Jährige verbreitet nach wie vor die Falschbehauptung, er sei durch massiven Wahlbetrug um eine zweite Amtszeit gebracht worden. Der Rechtspopulist, der sich bei der Parteibasis nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, flirtet immer wieder öffentlich mit einer möglichen Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2024.

Watkins und sein Vater Jim erlangten als Betreiber des Imageboards 8chan sowie von dessen Nachfolger 8kun Bekanntheit im Internet. Seit 2017 wurden in den Foren unter dem Pseudonym "Q" bizarre Verschwörungstheorien verbreitet. Inzwischen hat sich daraus die sogenannte QAnon-Bewegung entwickelt, die in den USA hunderttausende Anhänger hat. Die US-Bundespolizei FBI erklärte im vergangenen Jahr, dass sie QAnon als eine mehrerer potenziell gefährlicher rechtsextremer Randgruppen beobachte.