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Goethe-Museum: Marodem Goethe-Museum droht die Schließung

Der Grund sind dringend notwendige Renovierungsmaßnahmen, die nur der Anfang einer ganzen Reihe von Arbeiten sein sollen. Allein die Investitionssumme allein für die Beseitigung akuter Mängel der Elektrik beträgt 650.000 Euro.

Als Anfang Mai die schöne Nachricht kam, dass die Museen wieder öffnen dürfen, konnte Christof Wingertszahn die Freude seiner Kollegen nur begrenzt teilen. Das Goethe-Museum, das er leitet, ist bis auf den heutigen Tag für Besucher geschlossen. Der Grund dafür sind dringend notwendige Renovierungsmaßnahmen, die nur der Anfang einer ganzen Reihe von Arbeiten sein sollen. Dabei geht es um eine Investitionssumme von 650.000 Euro allein für die Beseitigung akuter Mängel der Elektrik. Geflossen ist aber bisher nur ein sehr geringer Teil des Geldes, weswegen Wingertszahn Schlimmstes befürchtet. „Wenn wir die Arbeiten nicht bezahlen können, müssen wir die Sanierung stoppen. In diesem Fall, hat mir die Bauleitung signalisiert, ist damit zu rechnen, dass der Tüv den Betrieb des Hauses untersagt.“

Das Goethe-Museum ist aus der Sammlung des Verlegers Anton Kippenberg hervorgegangen, die gut 50.000 Objekte zu Goethe umfasst. Träger des Museums sind die Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung sowie die Stadt Düsseldorf, die sich gegenüber der Stiftung vertraglich verpflichtet hat, für die Sammlung und deren angemessene Unterbringung zu sorgen. Über eben jenen Punkt stritten das Kuratorium der Stiftung und die Stadt immer häufiger, denn Schloss Jägerhof, das zuletzt zu Beginn des 19. Jahrhunderts instandgesetzt wurde, ist marode. Der Keller etwa, in dem die Sammlung deponiert war, wurde feucht und zum Risiko für die Handschriften, Bücher und Kunstwerke. 2014 musste der Bestand ausgelagert werden. Eine umfassende Sanierung des Hauses wird auf mehrere Millionen Euro beziffert.

In Mai dieses Jahres wurde dann dringender Handlungsbedarf im Bereich der Elektrik offenkundig, die zum Teil noch aus den 1920er bis 1950er Jahren stammt: Nichtgeerdete Leitungen, korrodierte Kabel, eine funktionsuntüchtige Brandmeldeanlage und weitere Mängel riefen die Bauaufsicht auf den Plan. Bereits im vergangenen Jahr musste das Goethe-Museum mehrfach schließen, weil es keinen Strom hatte. „Es geht nicht nur um unser Museum, sondern auch um Schloss Jägerhof, das eine wichtige Rolle in der Kulturgeschichte Düsseldorfs spielt“, sagt Wingertszahn. Der Museumsdirektor hat in den vergangenen Jahren immer wieder auf die prekäre bauliche Situation des Hauses hingewiesen. Er ist es leid, vertröstet zu werden. „Wenn wir in dieser brisanten Situation wieder keine Unterstützung erfahren, sehe ich mich gezwungen, die Stiftungsaufsicht des Landes zu informieren.“

Kulturdezernent Hans-Georg Lohe bestätigt die Dringlichkeit der aktuellen Lage. „Die Elektrik ist maroder als wir dachten.“ Noch im Juli will er der Politik einen Dringlichkeitsbeschluss über die Bewilligung der 650.000 Euro zur Abstimmung vorlegen. Das Goethe-Museum ist ab 4. August wieder für Besucher zugänglich. Im September wird eine Günther-Uecker-Ausstellung eröffnet.

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