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Gold weiter auf Rekordkurs: Arbeitsmarktbericht gibt Wall Street Auftrieb

Die wöchentlichen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt stimmen die Anleger an der Wall Street etwas optimistisch. Denn trotz der schwachen Entwicklung bleiben böse Überraschungen aus. Unterdessen klettert der Goldpreis auf ein neues Allzeithoch.

Auf dem US-Arbeitsmarkt scheint es erste Hoffnungsschimmer zu geben. Nachdem der ADP-Arbeitsmarkt am Mittwoch erheblich schlechter ausgefallen war als erwartet, stimmten die wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe die Anleger zuversichtlich.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,7 Prozent auf 27.387 Punkte. Der S&P-500 rückte um 0,6 Prozent vor. Der Nasdaq-Composite setzte seine Rekordserie fort und überwand die Marke von 11.100 Punkten, nachdem er erst am Vortag erstmals über 11.000 Punkte gestiegen war. Der Index schloss 1 Prozent höher.

Nasdaq Composite
Nasdaq Composite 11.108,07

Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosengeld ist in der vergangenen Woche stärker gesunken als erwartet und so niedrig gewesen wie zuletzt im März. Gleichwohl bewegen sich die Daten weiter auf historischen Höchstständen. Die Daten und die Reaktion der Märkte darauf zeigten, wie sehr sich die Vorstellung der Anleger von einer positiven Entwicklung geändert habe, sagte Ram Lee, President von Seven Bridges Advisors.

Die schwache Entwicklung ist gleichwohl ein Alarmzeichen und spricht gegen eine schnelle Konjunkturerholung. Die weiterhin hohe Zahl an Neuinfektionen und regional wieder verschärfte Abriegelungsmaßnahmen in den USA bremsen die Einstellungsbereitschaft. Angesichts der Schwäche des Arbeitsmarktes kommt der Verlängerung der Corona-Hilfen eine wichtige Bedeutung zu. Doch noch immer konnten sich Republikaner und Demokraten im Kongress nicht einigen.

Unterdessen geht der US-chinesische Dauerzwist in eine weitere Runde. US-Außenminister Mike Pompeo forderte US-Firmen auf, ihre Apps und Anwendungen von Mobiltelefonen des chinesischen Herstellers Huawei fernzuhalten. Zudem sollten US-Unternehmen keine sensiblen Daten in Clouds und Datenzentren der chinesischen Anbieter Tencent, Alibaba und Baidu parken.

Erdöl verliert etwas

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 2.063,60

Am Devisenmarkt sank der ICE-Dollarindex um knapp 0,1 Prozent und zeigte damit wenig Bewegung. Die Musik spielte am Goldmarkt, wo der Preis mit 2.070 Dollar auf ein weiteres Allzeithoch sprang. Im späten Handel kostete die Feinunze mit 2.065 Dollar 1,2 Prozent mehr als am Vortag. Mit den etwas besser als befürchtet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten setzten kleinere Gewinnmitnahmen am Goldmarkt ein. Seit Jahresbeginn hat sich das Edelmetall um stolze 35 Prozent verteuert. Wolle man wissen, wie Anleger in der Rezession tatsächlich fühlten, müsse man auf den Goldpreis achten, so ein Beobachter. Die Entwicklung des vermeintlich sicheren Hafens Gold passe nicht zum Optimismus am Aktienmarkt, so warnende Stimmen.

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 42,01

Die Erdölpreise kamen von ihren Fünf-Monatshochs etwas zurück. US-Leichtöl der Sorte WTI ermäßigte sich um 0,6 Prozent auf 41,95 Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent sank um 0,2 Prozent auf 45,09 Dollar je Fass. Die Befürchtung einer auf Monate oder gar Jahre hinaus schwachen Nachfrage habe den Anstieg der Preise ausgebremst, hieß es dazu.

Unter den Einzelaktien kletterten Bristol-Myers Squibb um 2,7 Prozent. Der Pharmakonzern schnitt im zweiten Quartal beim Ergebnis besser als zugetraut ab. Bausch Health verbesserten sich um 3,4 Prozent. Der kanadische Gesundheitskonzern will sein Augenheilgeschäft ausgliedern. GoDaddy zogen um 6,1 Prozent an. Das Internetunternehmen überraschte dank verstärkter Heimarbeit in der zweiten Periode positiv.

Waffenhersteller Vista Outdoor legt kräftig zu

Western Digital
Western Digital 31,26

Der Festplattenhersteller Western Digital hat nach einem guten Schlussquartal mit schwachen Aussichten für den Auftakt des neuen Geschäftsjahres enttäuscht. Die Aktie stürzte um 16,1 Prozent ab. Auch Metlife-Aktien gaben nach, weil der Versicherer mit seinem Zweitquartalsgewinn hinter den Prognosen blieb. Die Papiere verloren 3,4 Prozent. Dagegen ging es mit Zynga um 1,2 Prozent nach oben. Der Produzent von Mobilspielen hat seine Jahresziele angehoben, nachdem bedingt durch die Corona-Pandemie das Bedürfnis nach Spielen zugenommen hatte. Im abgelaufenen Quartal sprang der Umsatz um 47 Prozent nach oben.

Olin
Olin 10,30

Aktien von Schusswaffen- und Munitionsherstellern zeigten sich uneinheitlich, nachdem die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, einen Prozess gegen die Waffenlobby National Rifle Association (NRA) eingeleitet hatte mit dem Ziel der Auflösung der Organisation. James wirft der Non-Profit-Organisation registrierten NRA zahlreiche Gesetzesverstöße und unsauberes Finanzgebaren vor. Sturm, Ruger sanken um 0,7 Prozent und Smith & Wesson Brands um 1,4 Prozent.

Marktführer Vista Outdoor und die zu Olin gehörende Sparte Winchester hatten im zweiten Quartal von der Coronakrise und den Unruhen in den USA profitiert, doch legte nur die Vista-Aktie kräftig zu, nämlich um 11 Prozent. Olin gaben hingegen um 6,4 Prozent nach. Der Konzern hatte das Quartal trotz der höheren Waffenverkäufe mit einem Verlust abgeschlossen.

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