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Handball : Endlich Klarheit für den HC Burgenland

Naumburg -

Nach Wochen und Monaten der Ungewissheit sehen die Handballmänner des HC Burgenland jetzt endlich klarer: Seit Mittwochabend wissen sie verbindlich, dass sie mindestens ein weiteres Spieljahr in der 3. Liga, in die sie im vergangenen Frühjahr aufgestiegen waren, in der sie coronabedingt jedoch nur fünf Partien austragen konnten (3:7 Punkte), bleiben werden. Die wichtigsten Beschlüsse des Vorstandes des Deutschen Handball-Bundes und deren Folgen für den HCB im Überblick.

1. Es gibt keine Absteiger: Der DHB-Vorstand hat eine Modusänderung für die 3. Liga Frauen und Männer beschlossen. „In der aktuellen Saison 2020/21 wird es aufgrund des in Folge der Corona-Pandemie seit November ausgesetzten Spielbetriebs keine Absteiger geben“, heißt es in dem Beschluss, der am späten Mittwochabend veröffentlicht wurde.

„Eine andere Entscheidung wäre auch nicht vermittelbar gewesen“, sagt HCB-Präsident Uwe Gering. „Gut, dass wir jetzt endlich Klarheit haben. Vielleicht hätte man das auch schon viel früher beschließen sollen. Auf jeden Fall freuen wir uns aber sehr darauf, in einem zweiten Anlauf die höhere Liga in Angriff nehmen zu können.“ Der Trainer der Burgenländer, Steffen Baumgart, bezeichnete die Entscheidung als „alternativlos“. Er hatte sie bereits vor Wochen in einem Interview mit Tageblatt/MZ gefordert gehabt.

2. Mannschaftszahlen werden aufgestockt: Die Voraussetzung dafür, dass es keine Absteiger gibt, hatte der Bundesrat des DHB geschaffen. „Im Umlaufverfahren beschloss das Gremium, die Mannschaftzahlen für die Saison 2021/22 auf einen noch festzulegenden Wert zu erhöhen“, heißt es dazu in der Mitteilung des Deutschen Handball-Bundes. Und weiter: „Aus den Oberligen der Frauen und Männer sind weiterhin jeweils zwölf Aufsteiger aus den Oberligabereichen in die 3. Liga möglich.“

Das bedeutet, dass sich bei den Männern die Zahl der Drittliga-Teams von jetzt 72 auf bis zu 84 erhöhen könnte. „Der DHB plant ja in der kommenden Saison deshalb mit mehr Staffeln. Wenn man von einer Stärke von maximal jeweils zwölf Mannschaften ausgeht, könnten es statt der bisher vier dann bis zu sieben Staffeln geben“, rechnet Uwe Gering vor. „Wir hoffen bei der Neueinteilung dann wieder auf Gegner aus der Region und möglichst viele Derbys“, so der Clubchef. In der Saison 2020/21 hatten zum Beispiel die zweiten Mannschaften der Bundesligisten SC Magdeburg und SC DHfK Leipzig sowie der SV Anhalt Bernburg zu den Konkurrenten des Aufsteigers aus dem Burgenlandkreis gehört; zu den Duellen mit diesen Vertretungen war es wegen des Lockdowns jedoch nicht gekommen. Coach Baumgart kann die Aufstiegsrunde für die Oberligisten nicht verstehen: „Wir sind zwar auch unter Corona-Bedingungen aufgestiegen, aber da war ja bereits Dreiviertel der Saison absolviert und nicht, wie in dieser Saison, erst wenige Spiele. Dadurch bläht man die dritte Liga unnötig auf.“

3. Eine zusätzliche Spielrunde um den Ligapokal wird angeboten: „Aufsteiger in die 2. Liga der Frauen und Männer sollen nach Möglichkeit unter den interessierten Vereinen ermittelt werden“, heißt es in dem Beschluss des DHV-Vorstands. „Die 3. Liga der Männer kann zwei Aufsteiger in die 2. Liga stellen. An einer Aufstiegsrunde interessierte Vereine müssen sich bis zum 1. März verbindlich bei der Handball-Bundesliga sowie der Spielleitende Stelle melden und zudem ihre Lizenzierungsunterlagen bis zum 31. März beim Ligaverband HBL eingereicht haben.“ Über den Modus einer Aufstiegsrunde werde mit Blick auf die Zahl der teilnehmenden Vereine entschieden. Alle Vereine, die keine Aufstiegsambitionen haben, aber am DHB-Pokal 2021/22 beziehungsweise weiterhin an einem Spielbetrieb teilnehmen wollen, können für eine zusätzlichen Spielrunde ab April, den Ligapokal, melden. Über die Verteilung der Qualifikationsplätze für den DHB-Pokal der kommenden Saison werde erst entschieden, wenn alle Meldezahlen bekannt sind, heißt es von Verbandsseite.

„Alle Vereine haben mit dem Beschluss des Bundesrates Klarheit über ihre Ligazugehörigkeit und damit, in unsicheren Zeiten, diesbezüglich eine bestmögliche Planungssicherheit erhalten“, sagt Benjamin Chatton, Vorstand Finanzen und Recht des Deutschen Handball-Bundes und zuständig für den Spielbetrieb. Die Teilnahme an Aufstiegsrunden und alternativen Wettbewerben sei freiwillig, betont der DHB. Vereinen, die darauf verzichten, entstehe kein Nachteil.

Beim HC Burgenland überlegt man noch, ob sich die erste Männermannschaft am Ligapokal beteiligt. „Das könnte Terminschwierigkeiten geben und die optimale Vorbereitung auf das Spieljahr 2021/22 negativ beeinflussen“, sagt HCB-Präsident Uwe Gering. Dagegen meint Trainer Steffen Baumgart: „Ich würde mich über diese Spielmöglichkeit freuen. Wo bekommst du denn in einer solchen Situation sonst Gegner dieser Qualität?“

4. Entscheidungen zur Saison 2021/22 erst zu einem späteren Zeitpunkt: Mannschaftszahlen in der 3. Liga der Frauen und Männer, die Zahl der Staffeln sowie Auf- und Abstiegsregelungen für die kommenden Spielzeiten ab 2021/22 will der DHB erst zu einem späteren Zeitpunkt durch den Bundesrat festgelegen lassen - frühestens wohl erst im Mai. „Aktuell sieht es danach aus, dass der Saisonstart nicht wie zunächst geplant schon Anfang August erfolgen kann, sondern wegen des Ligapokals erst Ende August. Ich finde, das ist zu spät. Da verschenkt man zwei, drei Spielwochenenden in der warmen Jahreszeit, in der Sporttreiben wahrscheinlich eher möglich sein wird. Denn die Pandemie wird ja dann noch nicht vorbei sein“, erklärt Uwe Gering.

Indes forciert der HCB seine Kaderplanung für das Spieljahr 2021/22. Verlängert wurden die Verträge mit dem Torhüter-Trio Hendrik Halfmann, Max Neuhäuser und Marius Göbner. Auch Florian Pfeiffer, Marcel Popa, Philipp Große, Chris Hoffmann, Erik Stepan und Tom Hanner, der sowieso noch einen Vertrag bis 2022 hatte, bleiben dem Club erhalten. Die Lokalmatadoren Kenny Dober und Stephan Meyer aus Prittitz hatten ihre Verträge zuletzt langfristig um drei beziehungsweise sechs Jahre verlängert, und mit Kreisläufer Mirco Fritzsche sowie Rückraumspieler Kevin Szep-Kis - beide Jahrgang 2000 - konnte der HCB zwei talentierte Akteure vom SC DHfK Leipzig II verpflichten (Tageblatt/MZ berichtete jeweils). Eine weitere Zusammenarbeit mit Rechtsaußen Janko Pesic, der zurzeit in seiner serbischen Heimat weilt, könnten sich die Burgenländer durchaus vorstellen. Routinier David Heinig will sich noch entscheiden, ob er seinen Vertrag verlängert. Auf der Suche ist der HCB noch nach einem Linkshänder für den Rückraum.

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