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Handel: 2021 „katastrophales Jahr“ – Jedes zweite Unternehmen sorgt sich um Existenz

Stefan Genth: Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands HDE bemängelt die zögerliche Auszahlung der Corona-Hilfen.

Corona: Branche fehlen 40 Milliarden Euro Umsatz

Handel: 2021 „katastrophales Jahr“ – Jedes zweite Unternehmen sorgt sich um Existenz

Die Corona-Pandemie hat den Einzelhandel mit voller Wucht getroffen. Und die staatlichen Hilfen lassen vielfach immer noch auf sich warten.

Berlin - Der von den Corona-Maßnahmen arg gebeutelte Einzelhandel in Deutschland hat in den ersten fünf Monaten dieses Jahres bereits bis zu 40 Milliarden Euro weniger Umsatz gemacht als im Vorkrisen-Jahr 2019. „Für den Lockdown-Handel war 2021 bis jetzt ein katastrophales Jahr“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands (HDE), Stefan Genth, am Dienstag.

Nach einer aktuellen HDE-Umfrage unter rund 1000 Mitgliedsunternehmen sähen sich im Bekleidungshandel 53 Prozent der Betriebe in Existenzgefahr, bei den Schuh- und Lederwarenhändlern seien es sogar knapp 60 Prozent. Die Öffnung mit Testpflicht oder Terminvergabe sei zwar „gut für die Stimmung“ - wirtschaftlich sei die Regelung für viele Geschäfte allerdings nicht.

Die Lage im Nicht-Lebensmittelhandel sei „vielerorts alarmierend schlecht“, mahnte Genth.  Deshalb müssten „die Corona-Hilfen jetzt schnellstmöglich komplett ausgezahlt werden“. Zwar hätten bisher fast drei Viertel der betroffenen Händler seit Beginn der Krise staatliche Unterstützung erhalten. Doch warteten 60 Prozent der Unternehmen immer noch auf ausstehende Zahlungen. Erst am Montag hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier dagegen erklärt, seit März 2020 seien „rund 100 Milliarden Euro an Corona-Wirtschaftshilfen“ geflossen.

Handel: Deckelung bei Hilfen endlich aufheben

Neben der Geschwindigkeit der Hilfszahlungen bemängelte der HDE erneut die Deckelung der Hilfen auf Bundes- und EU-Ebene. Größere Händler mit vielen Filialen hätten höhere Fixkosten und bräuchten mehr Unterstützung, forderte Genth. Außerdem gäbe es für inhabergeführte Händler nach wie vor keine Möglichkeit zur Auszahlung eines Unternehmerlohns. Dies zwinge die Unternehmer im Ergebnis, zum Sozialamt zu gehen, um ihren privaten Lebensunterhalt bestreiten zu können, sagte Genth.

Früheren HDE-Schätzungen zufolge stehen in der Branche bundesweit insgesamt 50.000 Unternehmen vor dem Aus. Alleine in Bayern seien bis zu 8000 Firmen mit gut 25.000 Mitarbeitern von der Insolvenz bedroht.

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