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Heranrasenden iranische Schnellboote: US-Schiffe feuern Warnschüsse

Das vom der amerikanischen Marine zur Verfügung gestellte Bild soll die Armada iranischer Boote zeigen. Bild: Uncredited/U.S. Navy via AP/dpa

Die Armada aus 13 Booten näherte sich dem amerikanischen Verband bis auf 140 Meter. Es ist bereits die zweite Provokation dieser Art. Im Juni stehen in Iran Präsidentschaftswahlen statt.

Ein Schiff der US-Streitkräfte hat im Persischen Golf nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums erneut Warnschüsse zur Abschreckung von Schnellbooten der iranischen Revolutionsgarden abgegeben.

Pentagon-Sprecher John Kirby sagte, 13 iranische Schnellboote hätten sich am Montag in der Straße von Hormus einem Verband von US-Schiffen mit hoher Geschwindigkeit auf „unsichere und unprofessionelle“ Weise genähert. Nachdem die iranischen Besatzungen auf Aufrufe nicht reagiert hätten, habe ein Schiff der US-Küstenwache in zwei Salven insgesamt rund 30 Warnschüsse aus einem Maschinengewehr abgegeben. Nach der zweiten Salve hätten die Schnellboote in einer Entfernung von knapp 140 Metern abgedreht.

Segelschiff mit Tausenden Waffen abgefangen

Erst vor zwei Wochen war es nach Angaben der US-Marine im Persischen Golf zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Dabei sollen sich die iranischen Schnellboote den amerikanischen Schiffen bis auf eine Entfernung von etwa 60 Meter genähert haben.

Kirby sagte am Montag, zu dem von dem jüngsten Vorfall betroffenen Verband habe auch der Raketenkreuzer „Monterey“ gehört. Die „Monterey“ hatte in der vergangenen Woche nach Angaben der Marine ein staatenloses Segelschiff mit Tausenden Waffen abgefangen, darunter Sturm- und Maschinengewehre sowie Panzerabwehrwaffen. Unklar ist weiterhin, in welchem Land die Waffenlieferung ihren Ursprung hatte und wohin sie gehen sollte. Der Verdacht richtete sich gegen Iran, das im Jemen die schiitischen Huthi-Rebellen unterstützt.

Präsidentschaftswahl mit vielen Militärs

In Iran finden in sechs Wochen Präsidentschaftswahl statt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna ist die Zahl der Bewerber mit militärischem Hintergrund so hoch wie noch nie. Zu ihnen zählen der der frühere Verteidigungsminister Hossein Dehkan und der General Saeed Mohammad, der derzeit den Chef der Revolutionsgarden, Hossein Salami, berät.

Auch der frühere Ölminister Rostam Ghasemi blickt auf eine militärische Karriere zurück. Das gleiche gilt für den heutigen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf und seinen Vorgänger Ali Laridschani, denen ebenfalls Ambitionen auf eine Kandidatur nachgesagt werden. Aus dem Lager der Reformer um den scheidenden Amtsinhaber Hassan Ruhani will der frühere Abgeordnete Ali Motahari bei der Wahl am 18. Juni antreten.

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