Schaut mir in die Augen, Männer! Am Mittwoch steigt auf Schalke das vierte Spiel innerhalb von zehn Tagen. Und das nach Herthas Quarantäne (vom 15. bis 29. April), in der die Profis alle zu Hause bleiben mussten.

Von Carsten Priefer und Roberto Lamprecht

Wird nicht einfach, denn hat bereits gezeigt: Hertha geht konditionell auf dem Zahnfleisch.

Trainer Pal Dardai (45): „Uns hat die körperliche Frische gefehlt und dadurch auch die mentale. Wir haben viel zu wenig Druck gemacht.“ Sieht Torwart Alexander Schwolow (28) ähnlich: „Wir hatten nicht die Energie, die wir sonst haben und die uns im Spiel nach vorne auszeichnet.“

Hertha-Trainer Pal Dardai klatscht mit Stürmer Jhon Cordoba ab, der beim 0:0 gegen Bielefeld den Pfosten traf. Ob er auch am Mittwoch wieder startet, hängt auch vom Vier-Augen-Gespräch mit dem Trainer ab (Foto: City-Press GmbH)
Hertha-Trainer Pal Dardai klatscht nach dem Bielefeld-Spiel mit Stürmer Jhon Cordoba ab, der für die restliche Saison verletzungsbedingt ausfällt (Foto: City-Press GmbH)

Damit sich das am Mittwoch nicht wiederholt, hat Dardai einen Plan: Er führt 25 Vier-Augen-Gespräche für den nächsten Dreier! Der Trainer: „Ich werde jedem Spieler vorm Training am Dienstag in die Augen schauen und fragen, wie er sich fühlt, wie fit er ist. Jeder muss ehrlich antworten, da darf keiner flunkern.“

Denn Hertha hat die Riesen-Chance, sich am Mittwoch im Abstiegskampf etwas Luft zu verschaffen. Verteidiger Niklas Stark (25): „Wir müssen schnell regenerieren, dann gehen wir wieder mit Vollgas ins nächste Spiel. Gegen Schalke wollen wir auf jeden Fall drei Punkte mitnehmen.“

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Dardai: „Den Punkt gegen Bielefeld wollen wir mit einem Sieg vergolden. Wir haben alles in unserer Hand, es liegt an uns. Wir bleiben fleißig, ehrlich, konsequent und wollen auf Schalke den Joker ziehen.“

Lucas Tousart kümmert sich um den verletzten Matheus Cunha. Der Brasilianer wird die nächsten beiden Spiele auf jeden Fall verpassen (Archivfoto) (Foto: SOEREN STACHE/AFP)
Lucas Tousart kümmert sich um den verletzten Matheus Cunha. Der Brasilianer wird die nächsten beiden Spiele auf jeden Fall verpassen (Foto: SOEREN STACHE/AFP)

Und genau deshalb sind bis zum Anpfiff viel Schlaf, Wechselbäder, Massagen und Vier-Augen-Gespräche angesagt.