Das schottische Parlament hat beschlossen, allen Frauen Hygieneprodukte wie Tampons und Binden kostenlos zur Verfügung zu stellen. Sie sollen an öffentlichen Orten wie Stadtteilzentren, Jugendclubs oder Apotheken erhältlich sein. Initiatorin des Gesetztes "Period Products (Free Provision) Scotland Bill" war die Labour-Abgeordnete Monica Lennon. Sie nannte den Beschluss "einen Meilenstein für die Normalisierung der Menstruation in Schottland". 

In Schulen, Universitäten und einigen Gemeindestellen in Schottland werden diese Produkte bereits staatlich finanziert verteilt. Dafür stehen pro Jahr bis zu zehn Millionen Pfund zur Verfügung. In dem neuen Gesetz werden die Kosten mit 24 Millionen Pfund jährlich beziffert. Das Gesetz muss noch die zweite Stufe durchlaufen, in der es auch Änderungsanträge geben kann.

Im Vereinigten Königreich wird auf Damenhygieneprodukte eine Mehrwertsteuer von fünf Prozent erhoben. Eigentlich wollte die damalige Regierung von David Cameron diese bereist 2016 abschaffen, was aber wegen EU-Vorgaben zur Mehrwertsteuer nicht möglich war. Deutschland hat die Mehrwertsteuer auf Menstruationsprodukte am Jahresanfang von 19 auf sieben Prozent gesenkt.

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