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Interner Aushang mit Impfstatus landet im Internet

Eine Spritze liegt auf einem Impfpass.

Interner Aushang mit Impfstatus landet im Internet

Ein ins Internet gelangter Aushang in einem Metallbetrieb in Nordthüringen mit Namen und Fotos ungeimpfter Mitarbeiter sorgt für Wirbel. Der Aushang in einem Aufenthaltsraum - dort inzwischen entfernt- war abfotografiert worden und kursierte in sozialen Medien, wie Thüringens Datenschutzbeauftragter Lutz Hasse am Donnerstag auf Anfrage sagte. Nach mehreren Beschwerden werde ein möglicher Datenschutzverstoß wegen der Veröffentlichung persönlicher Gesundheitsdaten und Fotos der Betroffenen im Internet geprüft.

Heiligenstadt/Erfurt - Diese sei ohne deren Einverständnis erfolgt.

Die Firma in Heiligenstadt hatte den Aushang in einem für Mitarbeiter zugänglichen Raum angebracht, um einen höchstmöglichen Infektionsschutz für die Beschäftigen zu gewährleisten, wie sie auf ihrer Internetseite erklärte. Dies wiederum beruhte auf der Zustimmung der Betroffenen, wie es dort heißt. Hasse bestätigte dies.

Er sieht das Vorgehen des Unternehmens vom Bundesdatenschutzgesetz gedeckt. „Sie haben sich gemeinsam geeinigt“, sagte er auf Anfrage. Hingegen kritisierte der Berliner Datenschutzrechtler Niko Härting in der „Bild“-Zeitung (Donnerstag) den Arbeitgeber: „In einer solchen Drucksituation ist die Unterschrift des Arbeitnehmers nichts wert.“ Hasse wiederum verwies darauf, dass laut Gesetz eine Freiwilligkeit vorliege, wenn Arbeitgeber und Beschäftigte „gleich gelagerte Interessen“ verfolgen. Dies sei hier der Fall.

Die Firma hat den Aushang in dem Raum inzwischen entfernt, nachdem er in den sozialen Medien auf „massive Reaktionen“ gestoßen war. Laut Hasse gibt es auch Drohungen gegen den Firmeninhaber. Der Polizei in Nordhausen lagen dazu zunächst keine Informationen vor. dpa