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Joe Biden warnt Amerikaner - 250 000 weitere Corona-Tote bis Februar

Diese Warnung läßt nicht nur die Amerikaner besorgt aufhorchen.

Der gewählte US-Präsident Joe Biden (78) hat die Amerikaner vor dramatisch steigenden Todeszahlen in der Corona-Pandemie gewarnt und eindringlich zu Schutzmaßnahmen aufgerufen. „Ich will niemandem Angst einjagen, aber verstehen Sie die Fakten: Wir werden zwischen jetzt und Januar wahrscheinlich weitere 250 000 Menschen verlieren“, sagte Biden am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Online-Veranstaltung mit Mitarbeitern und Besitzern kleiner Unternehmen.

Und dann nannte er unmißverständlich den Grund für seine düstere Prognose: „Weil die Menschen nicht aufpassen.“

Biden machte keine Angaben dazu, worauf er seine Schätzung von 250 000 weiteren Toten begründet. Nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hat das Coronavirus seit Beginn der Pandemie mehr als 270 000 Menschen in den USA das Leben gekostet.

Ein Modell von Forschern des Instituts IHME der Universität Washington im US-Bundesstaat Seattle rechnet im Fall gelockerter Schutzmaßnahmen mit mehr als 502 000 Toten bis Ende Januar, im Fall schärferer Schutzmaßnahmen dagegen mit „nur" rund 367 000. Dieses Modell wurde in der Vergangenheit auch mehrfach vom Weißen Haus angeführt.

Der Chef der Gesundheitsbehörde CDC, Robert Redfield, sagte bei einer Veranstaltung der US-Handelskammer am Mittwoch: „Unglücklicherweise glaube ich, dass wir vor Februar in der Nähe von 450 000 Virus-Toten sein könnten.“

Redfield: „Die Realität ist: Dezember und Januar und Februar werden hart sein. Ich glaube sogar, dass es die schwierigsten Zeiten in der öffentlichen Gesundheitsgeschichte dieser Nation sein werden.“

Die Noch-Sprecherin des Weißen Hauses Kayleigh McEnany wartet am Mittwoch mit einem ungewöhnlichen Vergleich zwischen Plünderungen und Weihnachtsfeiern auf
Die Noch-Sprecherin des Weißen Hauses Kayleigh McEnany wartet am Mittwoch mit einem ungewöhnlichen Vergleich zwischen Plünderungen und Weihnachtsfeiern aufFoto: Evan Vucci / AP Photo / dpa

Aus dem Amtssitz des scheidenden Präsidenten Donald Trump (74) waren dagegen ganz andere Töne zu hören. Hier hält man trotz der CDC-Warnungen an Feiern über die Weihnachtstage fest. So sagte die Sprecherin des Weißen Hauses Kayleigh McEnany am Mittwoch: „Wenn man Geschäfte plündern, Gebäude niederbrennen und protestieren kann, kann man auch zu einer Weihnachtsfeier gehen.“

McEnany spielte darauf an, dass die Demokraten zwar öffentliche Veranstaltungen Trumps in der Pandemie kritisieren würden, nicht aber die - überwiegend friedlichen - Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt. Die Feiern würden verantwortungsvoll und mit Schutzmaßnahmen abgehalten, betonte sie. Trump hat die Bedrohung durch das Virus immer wieder heruntergespielt.

Die Gesundheitsbehörde CDC rät von Reisen und Familienbesuchen rund um alle Feiertage im Dezember dringend ab. „Der beste Weg, sich selbst und andere zu schützen, ist, Reisen zu verschieben und zu Hause zu bleiben“, sagte CDC-Mitarbeiter Henry Walke bei einer telefonischen Pressekonferenz. „Wir müssen dieses exponentielle Wachstum stoppen, und deswegen bitten wir die amerikanische Bevölkerung, Infektionen vorzubeugen und Reisen zu verschieben.“

Bereits zu Thanksgiving in der vergangenen Woche hatte die CDC von Familienbesuchen und Reisen dringend abgeraten. Viele Menschen hielten sich jedoch nicht daran. Zu Thanksgiving kommen in den USA traditionell Familien in großer Runde und auch große Freundeskreise zusammen - aber auch zu Weihnachten und anderen Feiertagen im Dezember gibt es normalerweise große Zusammenkünfte.

Die Zahl der Neuinfektionen in den USA war zuletzt weiter gestiegen, die Zahl der binnen 24 Stunden erfassten Corona-Toten erreichte am Dienstag mit 2597 einen neuen Höchststand seit Mitte April. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 13,7 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 270 000 Menschen, die sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt hatten. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

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