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Jugendamt bekommt neuen Leiter

André Schilay wurde in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Landkreises als Nachfolger von Stefan Pruy vorgestellt. - vor 21 Minuten

Stefan Pruy (links) geht Ende des Jahres in Ruhestand, die Leitung des Jugendamts übernimmt dann André Schilay (Mitte). Dazu gratuliert ihm Landrat Willibald Gailler. © Foto: Helmut Sturm


Zum Schluss der Sitzung stellte Gailler den kommenden Leiter des Kreisjugendamtes vor. Im korrekten Beamtendeutsch liest sich dies so: "Anhörung des Jugendausschusses über die Berufung der Jugendamtsleitung."

André Schilay heißt der Neue und ist ein Eigengewächs des Landratsamtes. Der Diplom-Sozialpädagoge ist 46 Jahre alt, verheiratet und hat vier Kinder. "Er kennt sich aus und ist bestens ausgebildet", so Gailler.

Im Gegensatz zur Planung erhöht sich der Zuschussbedarf für die Jugendhilfe insgesamt um 4,7 Prozent von 7 569 900 Euro auf 7 928 800 Euro. Im Detail zeigte Pruy die Verän-derungen der Ansätze für die Förde-rung der Erziehung in der Familie, die gemeinsame Unterbringung von Müttern und Vätern mit ihren Kin-dern, die Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen oder die Kosten der Sozialpädagogischen Familien-hilfe auf, um nur einige der zahlrei-chen Aufgaben des Kreisjugendam-tes zu nennen. Zusammenfassend stellte er fest, dass das Geld reicht, und so empfahl der Jugendhilfeausschuss die Übernahme der Ansätze in den Kreishaushalt.

Daniela Herbrecher stellte noch-mals den Sachverhalt eines Antrages der Grünen im Kreistag zur Stellen-erweiterung im Kreisjugendring vor. Es ging um eine halbe Stelle – oder auch nicht. Von Umwidmung der Aufgaben war die Rede und auch von Mitnahme der Inhalte. Eine kurze leidenschaftliche Diskussion löste Renate Großhausers Einspruch aus, bis Landrat Gailler die Rückkehr zur Sachlichkeit einforderte. Der Antrag wurde erst einmal zurückgestellt.

Mehrbedarf an zwei Schulen

Ein insgesamt höherer Personalbe-darf für die Jugendsozialarbeit an der Staatlichen Berufsschule Neumarkt und der Edith-Stein-Realschule in Parsberg wurde hingegen festgestellt. Der Stellenbedarf in Neumarkt wird von 1,0 auf 1,5 angehoben und in Parsberg erstmals eine ganze Stelle eingerichtet.

Amtsleiter Pruy gab die Anhebun-gen der Pflegepauschalen für die Vollzeitpflege und Tagespflege im gesetzlichen Rahmen bekannt. Eigentlich ein Durchwink-Posten in der Tagesordnung. Diesmal entwickelte sich eine nachhaltige Diskussion über die Anrechenbarkeit von Einkünften der Betroffenen. Nicht generell, sondern in welcher Höhe diese anzurechnen seien.

Die Handhabung des Neumarkter Kreisjugendamtes differiere wohl um 25 Prozent von dem eines benachbarten Jugendamtes, monierte Bezirksrätin Heidi Rackl. Die Neumarkter Beamten hielten ihre Rechtsauffassung für die Wahre, räumten aber ein, dass der Sachverhalt kom-pliziert sei und es auf die Art des Einkommens ankomme. Landrat Gailler beendete die Diskussion mit dem Hinweis auf ein laufendes Verfahren.

Ohne besonderen Kommentar wur-de der Abschluss eines Rahmenver-trages zur Regelung der Zusammen-arbeit des Kreisjugendringes mit der Kommunalen Jugendpflege an den Kreistag befürwortet. Der Berger Bürgermeister Helmut Himmler hob den hohen Stand der Organisation der Jugendlichen im Landkreis hervor.

Ein befreundeter Bürgermeister wähnte sich mit einem Organisationsgrad von nahezu 40 Prozent im lobenswerten Bereich. Die Jugendlichen im Landkreis Neumarkt seien aber mit 80 Prozent in Vereinen und Verbänden organisiert.

Dies habe auch ausgesprochen positive Auswirkungen auf eine niedrige Jugendkriminalität und kaum erkennbare extrem politische Einstellungen nach rechts oder links. Landrat Gailler vergaß nicht, diesbezüglich den hohen Wert der Jugend- und Kinderfeuerwehren hervorzuheben.

Unterstützung für Erstklässler

Ein mit 10 000 Euro pro Jahr und Kurs gefördertes Projekt der Sozia-len Gruppenarbeit stellte Ramona Mosandl von Regens Wagner vor. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Kreisjugendamt für Schüler der 1. Klasse, die bereits in der Frühförderung begleitet wurden.

Die Dauer der Hilfe ist für ein halbes Jahr angesetzt und soll Schulbegleitungen für Erstklässler "obsolet" machen. Kitas stellen den Bedarf fest, informieren die Eltern, weisen auf die Möglichkeit der Beantragung hin und stellen auf Wunsch den Kontakt her. 

HELMUT STURM


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