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Kassel: Stadt soll Ruruhaus in der Innenstadt übernehmen

Zukunft noch ungeklärt: Das Ruruhaus könnte auch nach 2022 kulturell genutzt werden. Archiv

Noch wird das Ruruhaus in der Innenstadt von Kassel von der documenta genutzt. Aber was passiert danach mit dem Gebäude?

Kassel – Bis Ende des kommenden Jahres wird die documenta das Ruruhaus in der Innenstadtvon Kassel nutzen – was aber passiert danach mit dem Gebäude? Eine Lösung zeichnet sich ab. Mittlerweile zeichnet sich immer mehr ab, dass die Stadt das Ruruhaus samt Grundstück ab 2023 übernehmen wird – im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages mit der Eigentümerin, einer Erbengemeinschaft.

Ein entsprechender Antrag auf Initiative von Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) stieß nun im Grundstücksausschuss auf eine breite Zustimmung. Nach Informationen unserer Zeitung stimmten in der nicht öffentlichen Sitzung am Dienstag lediglich die Linken dagegen, die AfD enthielt sich.

Stadt soll Ruruhaus übernehmen: Entscheidung bei nächster Stadtverordnetenversammlung

Endgültig beschlossen werden soll das Ganze in der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 8. November. Es ist davon auszugehen, dass dann alle anderen Fraktionen für eine entsprechende Übernahme stimmen werden. Steffen Müller, Fraktionsvorsitzender der Grünen, kündigte das für seine Partei bereits an, nachdem noch offene Fragen wie etwa jene zum Zustand des Gebäudes geklärt worden seien. Auch die CDU ist für eine weitere städtische Nutzung – und zwar für eine ganz konkrete.

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In einer Pressemitteilung der Christdemokraten heißt es: „Die Kasseler CDU-Fraktion hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass das ehemalige Sportarena-Gebäude an der Ecke Obere Königsstraße zur Treppenstraße Standort für das documenta-Institut werden soll.“ Ob das documenta-Institut ins Ruruhaus einziehen wird, soll aber erst in einem weiteren Schritt geklärt werden. Zunächst sollen die Stadtverordneten Anfang November nur darüber entscheiden, ob die Stadt das Gebäude übernimmt. Oberbürgermeister Christian Geselle hatte stets von einer kulturellen Nutzung gesprochen und zuletzt für seinen Vorschlag in den Fraktionen geworben.

Stadt soll Ruruhaus übernehmen: Nutzung des Gebäudes als documenta-Institut?

Das documenta-Institut wäre im Moment eine Möglichkeit für die Nutzung des Gebäudes. Allerdings sollen bei der Suche nach einem Standort für ein solches Institut die Bürger beteiligt werden. So sieht es der Plan des Oberbürgermeisters vor, und auch die Grünen setzen auf einen entsprechenden Beteiligungsprozess. Fernab davon haben sich neben der CDU-Fraktion schon andere zu Wort gemeldet und für das Ruruhaus als Standort des documenta-Instituts plädiert – so etwa documenta-Generaldirektorin Sabine Schormann, das documenta-Forum und nun auch der Bund Deutscher Architekten (BDA).

In einer Pressemitteilung schreiben Marc Köhler und Oliver Berger von der BDA-Gruppe Kassel: „Nicht nur Handel, Banken und Verwaltung, auch Kultur gehört in die Stadt und damit sind wir in Kassel glücklicherweise reich gesegnet. Das documenta-Institut in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fridericianum reiht sich perfekt in den Kultur-Parcours ein und schließt die Perlenkette.“ (Florian Hagemann)