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Kein Squash-Turnier in Malaysia: Israel-Skandal sorgt für WM-Absage

Kein Squash-Turnier in Malaysia Israel-Skandal sorgt für WM-Absage

Israel will den Squash-Weltverband vor dem Internationalen Sportgerichtshof verklagen, weil Malaysia das israelische Team nicht zur WM zulässt. Nun kommt alles anders: Das Turnier wird wegen der nicht erteilten Visa komplett abgesagt. Aber auch die Omikron-Variante spielt wohl eine Rolle.

Die Squash-Weltmeisterschaft der Männer in Malaysia ist aufgrund nicht erteilter Visa für die Mitglieder des israelischen Teams abgesagt worden. Der Squash-Weltverband World Squash Federation (WSF) teilte mit, dass "die Möglichkeit, dass einige Nationen nicht teilnehmen können, weil die nationalen Behörden die Ausstellung von Visa und Reisegenehmigungen nicht bestätigt haben", zur Absage der WM in Kuala Lumpur geführt habe.

Darüber hinaus begründete die WSF die Absage mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus. Die Titelkämpfe sollten vom 7. bis 13. Dezember in der malaysischen Hauptstadt stattfinden. Die Weltmeisterschaft der Herren war erst im Mai von Neuseeland nach Malaysia verlegt worden, da der ursprüngliche Austragungsort Covid-Beschränkungen unterlag.

Keine Beziehungen zwischen Israel und Malaysia

Diese Verlegung zog eine Reihe von Ereignissen nach sich, weil Israelis nicht nach Malaysia einreisen dürfen - und nun wohl nicht an der WM in Kuala Lumpur teilnehmen dürfen. Die Angelegenheit drohte vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS zu enden. Dort wollte Israel den Welt-Squash-Verband verklagen. Nun sagte die WSF das ganze Turnier ab.

Der malaysische Squashverband (SRAM) hatte zunächst die Israel Squash Association ISA ignoriert, als sie sich nach der Verlegung nach der Möglichkeit erkundigte, Sondervisa zu erhalten, damit ihre vier Spieler an der WM teilnehmen könnten. Zum ersten Mal überhaupt hatte sich eine Auswahl des jüdischen Staats für eine Squash-WM qualifiziert. Anschließend fragte auch Weltverbands-Präsidentin Zena Wooldridge in Malaysia nach, woraufhin ihr vom SRAM bereits am 27. September mitgeteilt wurde, dass die israelischen Teams nicht Teil des Turniers werden könnten.

Israel und Malaysia unterhalten keine offiziellen diplomatischen Beziehungen und Israelis können das südostasiatische Land nicht besuchen, wo immer noch antisemitische Sichtweisen weitverbreitet sind. Umgekehrt tragen malaysische Pässe die Aufschrift: "Dieser Pass ist für alle Länder außer Israel gültig".