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Keine Chance für Aue bei Werder Bremen: 0:4-Klatsche

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Werder Bremen - Erzgebirge Aue
Werders Marvin Ducksch (l) kämpft gegen Aues Johan Patrick Strauß um den Ball. © Carmen Jaspersen/dpa

Der Aufwärtstrend des FC Erzgebirge Aue in der 2. Bundesliga scheint beendet zu sein. Bei der Niederlage in Bremen offenbaren die Sachsen eklatante Schwächen vor allem in der Abwehr. Jetzt ist wieder Aufbauarbeit gefragt.

Bremen - Dem FC Erzgebirge Aue ist die Wiedergutmachung für den schwachen Auftritt beim 1:3 gegen den SV Darmstadt 98 nicht gelungen. Beim SV Werder Bremen gab es nach einer indiskutablen Leistung ein auch in dieser Höhe verdientes 0:4 (0:2). Romano Schmid (7.), Milos Veljkovic (19.), Marvin Ducksch (52.) und Niklas Füllkrug (57.), der die beiden Treffer zuvor vorbereitet hatte, waren die Torschützen für Werder, das die Partie jederzeit beherrschte. 15.024 Zuschauer bejubelten den Sieg.

„Wir hatten uns einiges vorgenommen, dachten schon, dass wir Werder in Verlegenheit bringen könnten. Aber hier hast du nur eine Chance, wenn es lange 0:0 steht und du ein bisschen Glück hast. Wenn du dann so früh das erste Gegentor kassierst, dann wird es schwer. In der Halbzeit haben wir uns wieder etwas vorgenommen und dann kassiert du sofort das dritte Tor. Dann fehlt dir der Glaube, Werder hat sich dann auch in einen Rausch gespielt“, sagte der Sportliche Leiter Pavel Dotchev, der den gelb-gesperrten Teamchef Marc Hensel an der Seitenlinie vertrat.

Man musste schon frühzeitig um die „Veilchen“ bangen. Denn Werder, sehr offensiv eingestellt vom neuen Coach Ole Werner, brannte von Beginn an ein Angriffsfeuerwerk ab. Dem hatte der FC Erzgebirge wie bereits im Auswärtsspiel in Hannover in der Anfangsphase nicht viel entgegenzusetzen. Ehe man eine ordentliche defensive Grundordnung fand, stand es bereits 0:2. Beide Werder-Treffer waren äußerst sehenswert: Schmids Schlenzer aus 18 Metern landete im Winkel, Veljkovics 2:0 wurde mit der Hacke über den eigenen Kopf ins Tordreieck erzielt. Beide Torschützen hatte Werner erstmals in die Startelf beordert.

Die Zuordnung bei den Auern im defensiven Bereich stimmte auch in der Folgezeit nicht, so dass Werder eine Chance nach der anderen hatte. So landete ein Kopfball von Ducksch (24.) am Außenpfosten, auch Leonardo Bittencourt traf nach einer guten halben Stunde nur das Aluminium.

Vom FC Erzgebirge war offensiv nichts zu sehen, erarbeitete sich keine nennenswerte Chance. Dabei hatte das Duo Hensel/Dotchev mit dem gegen Darmstadt gesperrten Dimitrij Nazarov für Jan Hochscheidt eine Offensivkraft zurückgebracht. Doch immer wieder waren die Sachsen mehr mit Verteidigungsarbeiten befasst und konnten keine konstruktiven Angriffe starten. Zumal es viele Ungenauigkeiten bereits beim Spiel aus der eigenen Hälfte gab.

Nach dem Wechsel gab es nur wenig Änderungen, Aue gelang offensiv einfach nichts. Dafür hatte Werder erneut Chancen. Abwehrspieler Anthony Jung (50.) verzog noch ganz knapp, Ducksch machte es besser und traf zum 3:0. Es war bereits das achte Tor von Ducksch, das er in seiner Karriere gegen den FC Erzgebirge erzielte. Nach dem 0:4 kamen auch die Auer zu einer Chance, doch Nazarovs Treffer (62.) zählte wegen einer Abseitsstellung nicht. Von da an waren die Gäste auch offensiv etwas aktiver. In der 70. Minute gab es nach einem Foul an Nazarov nicht den geforderten Strafstoß. Und der eingewechselte Tom Baumgart (75.) traf mit einem Lupfer nur den Querbalken. dpa

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