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Germany

Kölner Lichter: Feuerwerk-Chef wehrt sich gegen Klimakritik – und hat einen Tipp

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Zum 19. Mal fanden 2019 die Kölner Lichter statt.

Köln -

Was für ein Anblick mitten auf dem Rhein! Kölle feierte am Samstagabend mal wieder, dass die Funken fliegen.

Zuvor gab es aber Aufregung: Auf der Deutzer Brücke versammelten sich vor dem Beginn der Kölner Lichter Klima-Demonstranten (hier mehr lesen).

Wir trafen den Herrn der Kölner Lichter einen Tag vor dem großen Sommer-Event im Niehler Hafen an Bord der „Columbia“.

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Highlight im Sommer 2019: die Kölner Lichter.

Beim Rundgang erklärte er uns die Feuerkörper (ca. 4,7 Tonnen insgesamt) und auch, welche Belastung das Spektakel für die Umwelt mitbringt.

Kölner Lichter: Jeder Handgriff muss sitzen

An Bord des Riesenfrachters wird alles vorbereitet. „Wir brauchen zirka drei Tage nur für den Aufbau“, so Chef-Feuerwerker der Kölner Lichter Georg Alef (58).

Der gebürtige Bergisch Gladbacher zu uns: „Jeder Handgriff muss sitzen. Wir werkeln hier vorher mit 25 Männern rum. Wenn nur einer unkonzentriert ist und was falsch macht, könnte das verheerende Folgen haben.“

Zum Beispiel? „Dass mitten im roten Lichtspektakel eine grüne Rakete abgefeuert wird“, sagt er uns lachend. 

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Drei Tage vor den Kölner Lichtern wird an Bord der Columbia aufgebaut und rumgewerkelt.

Kölner Lichter: Die größten Pannen in 19 Jahren

Mal ehrlich: Gab’s schon Pannen?

„Nicht direkt. Außer einmal 2014 bei der 70er-Jahre-Party. Da hatten wir einen Ton-Ausfall.“ Sprich: Die Musik ging aus. Ein peinlicher Patzer in Anbetracht der hunderttausend Gäste – könnte man meinen.

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Im Hintergrund der Dom: die Kölner Lichter 2019 begeistern etliche Einheimische und Touristen.

„Aber nicht in Köln. Das liebe ich an meiner Heimat“, so der in Dellbrück aufgewachsene Chef-Feuerwerker. „Wir kriegen die Reaktionen der Gäste am Ufer ja mit. Keiner hat sich beschwert, es gab keine Buh-Rufe. Nichts. Alle haben weiter getanzt und gefeiert. Da war eine Bombenstimmung.“

Dennoch fühlten sich die drei Minuten für Georg Alef und sein Team damals wie Stunden an. „Dann ging die Musik zum Glück wieder an.“

2005 hatten die Kölner Lichter zehn Minuten Verspätung. „Der Anker wollte einfach nicht halten“, erinnert sich der 58-Jährige an das Event vor 14 Jahren.

Am Samstag stand das Riesenschiff auf Stelzen auf dem Rheingrund. „Da wackelt nichts“, so Alef. 

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Chef-Feuerwerker Georg Alef in seinem Element an Bord der Columbia 

Kölner Lichter: Sorgen Feuerwerke für Luftverschmutzung?

4,7 Tonnen Feuerwerk werden zur Unterhaltung in die Sphäre gefeuert. In Anbetracht des kürzlich ausgerufenen Klimanotstandes in Köln (wir berichteten) ein Grund zur Sorge?

„Auf keinen Fall“, meint Alef. „Die 4,7 Tonnen Feuerwerkskörper sind auch nur brutto. Netto haben wir nur 1070 Kilogramm reines Pulvergewicht, das wir da verbraten“, erklärt er weiter. 

„Dadurch haben wir im schlimmsten Fall maximal 1,2 Kilogramm Feinstaub produziert. Allein durchs Autofahren produziert Köln jeden Tag mehrere hundert Kilogramm Feinstaub“, betont der in Windeck wohnende Böller-Experte.

Sein Tipp: „Einfach mal mit Bus und Bahn zu den Kölner Lichtern kommen. Dann würden wir weitaus mehr Feinstaub reduzieren, als wenn wir das Feuerwerk abschaffen.“

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Kurze Zündschnur? Von wegen! Der Kabelsalat bringt Chef-Feuerwerker Georg Alef nicht aus dem Konzept. 

Kölner Lichter 2019 im Zeichen der Klassik

Georg Alef, selbst Klassikfan, erklärt das Prozedere, um Jacques Offenbachs Konterfei als spektakuläres Spiegelbild auf den Rhein zu bringen: „Wir haben eine Schattenzeichnung genommen, weil die grob strukturiert ist und das in ein Pixelbild übertragen. Darauf haben wir die Farblanzen angebracht, die alle miteinander verbunden sind.“

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Dem echten Jacques Offenbach wie aus dem Gesicht geschnitten: Das Konterfei des Kölner Komponisten als Lichtbild

Einen Test gab es aber nicht. „Das ist das Tolle: es muss in dem Moment klappen.“ Zur Erklärung: Ende Juni wäre Komponist Jacques Offenbach („Infernal Galop“) 200 Jahre alt geworden. Die Kölner Lichter wurden dieses Jahr ihm und seinem Leben gewidmet.

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Millionen Menschen verfolgten die Kölner Lichter auch im Jahr 2019 wieder live in der Stadt oder am TV-Bildschirm.

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Feuerwerkskörper explodieren beim Höhenfeuerwerk Kölner Lichter am Himmel.

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Zwei Marken in Köln: der Dom und die Lichter.

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