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Kölns Wackelhäuser: Furcht nach Baustellen-Beben: Anwohnerin lief auf die Straße

Köln -

Wackelnde Wände, besorgte Anwohner: Im Fall der umstrittenen Schulbaustelle in der Kölner Innenstadt werden neue Details und die Erfahrungen weiterer Anlieger bekannt.

Augenzeugin schildert Auswirkungen der Citybaustelle

Prof. Dr. Heike Sperling, Bewohnerin eines Hauses in der Alte Wallgasse, schildert die Auswirkungen der massiven Erdverdichtungsarbeiten: „Sie müssen sich das so vorstellen: Den ganzen Tag haben Geschirr und Gläser geklappert. Ebenso der Boden, bei mir liegt Parkett, das schwingt dann umso mehr, und der Stuhl auf dem ich den ganzen Tag am Schreibtisch arbeite.“

Angst nach dem Kölner Baustellenbeben: EXPRESS war in der Schadenswohnung – hier lesen Sie mehr  

Fünf bis sechs Tage lang sei das so gegangen. Ein großer Bagger habe immer wieder mit seinem Rüttelplattenaufsatz den Boden des Grundstücks auf der Ecke Palmstraße/Alte Wallgasse verdichtet.

Einmal sei die Situation so bedrohlich geworden, dass sie auf die Straße gelaufen sei. Was in der Palmstraße vor sich ging, erinnerte Dr. Sperling an ihre Erfahrungen in einem besonderen Kapitel ihrer Laufbahn: Als Art Direktorin war sie ein Jahr in der schwer erdbebengefährdeten US-Metropole San Francisco. Dort gab es regelmässig kleine Beben.

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Mitarbeiter des Ordnungsamtes inspizieren das Mietshaus in der Palmstraße.

In ihrem Wohnhaus sei im Keller mittlerweile ein Messgerät zur Messung der Erschütterungen durch die Baustellenarbeiten direkt neben dem Haus aufgebaut worden. Zwei Mitarbeiter der Stadt hatten ein paar Wochen zuvor mit Fotos den Zustand mehrerer Wohnungen im Haus dokumentiert. Ernsthafte Schäden seien nicht festgestellt worden.

Im besonders betroffenen Wohnhaus in der Palmstraße, wo in einer Wohnung Teile der Decke durch die Erschütterungen abgefallen waren, gibt es indes eine neue Entwicklung.

Neue Entwicklung in Wohnhaus an der Palmstraße

Wie angekündigt war ein von der Stadt beauftragter Gutachter vor Ort. Ursprünglich hatte es von der Stadt geheißen, dass mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht die Schulbaustelle, sondern eine private Baustelle im Erdgeschoss des betroffenen Hauses die Erschütterungen ausgelöst hatte. 

Die Eigentümerin des Hauses hatte diese Einschätzung als „größten Witz des Jahrhunderts“ bezeichnet (hier lesen Sie mehr).

Der Ortstermin, bei dem auch die Eigentümerseite vertreten war, hatte nun zur Folge: Der Generalunternehmer der Schulbaustelle übernimmt die Schadenskosten für die Mieterin, der die Decke beinah auf den Kopf gefallen wäre.

Ein Stadtsprecher erklärte, dies sei nicht als Schuldeingeständnis zu werten, man sehe dies als Kulanz an. Zudem sei der Stuck an der Decke nicht sachgemäß angebracht gewesen.

Ein anderer sensibler Punkt beim Neubauprojekt betrifft den Naturschutz. Zwölf Bäume auf dem Eckgrundstück, darunter Linden und Eichen, waren unter Protest von Anliegern gefällt worden.

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Einer der gefällten Bäume auf dem Areal.

„Die Bäume müssen zwischen 30 und 50 Jahren alt gewesen sein. Immerhin haben wir erreicht, dass die Ersatzpflanzungen alle hier im Viertel erfolgen sollen.“, erklärt Anwohner Frank Reintgen. Auf einer Karte seien die Standorte schon mal vorsorglich bestimmt worden, heißt es.

Eine weitere Forderung der Anlieger ist, dass auf dem Gelände wieder ein Spielplatz entsteht. Ein dort bestehender Spielplatz war für den Neubau beseitigt worden.

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