Germany

Kommt das CDU-„Triell“? Erster Wahlkampf-Kracher für Merz und Co. steht - Röttgen will Spektakuläres

Jetzt wird es ernst: Annegret Kramp-Karrenbauer bittet Laschet, Merz und Röttgen zum kritischen Gespräch. Unterdessen nimmt der CDU-interne Wahlkampf Züge an.

Berlin - Irgendwann kam Corona dazwischen: Schon im Frühjahr lief das Ringen um die CDU-Spitze auf Hochtouren. Dann legten Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen für die Pandemie-Bekämpfung den Wahlkampf auf Eis. Nun naht der Showdown aber mit großen Schritten. Am Montag empfängt Annegret Kramp-Karrenbauer ihre Nachfolgekandidaten zu einem kritischen Gespräch - und auch der Termin für ein erstes Duell der drei CDU-Leitwölfe in spe steht jetzt offenbar.

Merz und Co. im Ringen um CDU-Spitze: Erstes Gipfelchen bei AKK - JU plant für Oktober erste Debatte

Denn am 17. Oktober wird es ernst für Laschet*, Merz und Röttgen: Sie treten bei der Online-Veranstaltung „Pitch“ der Jungen Union (JU) auf, wie ein JU-Sprecher am Wochenende der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Bewerber würden bei der JU-Veranstaltung in Berlin gemeinsam auftreten, sagte er. Ein Publikum gebe es vor Ort aber nicht - die Veranstaltung laufe wegen der Corona-Pandemie digital ab. Der genaue Ablauf, etwa mit Rededuellen oder einzelnen Statements der Bewerber, wird demnach noch abgestimmt.

Wie der JU-Sprecher weiter ausführte, können die Mitglieder der Jugendorganisation nach der Diskussionsveranstaltung zwei Wochen lang für ihren Favoriten abstimmen. „Das Ergebnis unserer Mitgliederbefragung betrachte ich für meine Entscheidung auf dem CDU*-Bundesparteitag im Dezember als bindend und werde das Stimmungsbild in die Partei tragen“, sagte der JU-Bundesvorsitzende Tilman Kuban der Rheinischen Post vom Samstag.

Laschet, Merz, Röttgen: Kommt das TV-„Triell“? Vorerst ist nur einer Feuer und Flamme

Kramp-Karrenbauer will unterdessen am Montagnachmittag mit den drei Bewerbern das weitere Verfahren bis zum Parteitag im Dezember besprechen. Dabei soll es auch um die Frage gehen, in welchen Veranstaltungen sich die Kandidaten der Parteibasis präsentieren - auch wenn die Junge Union nun offenbar vorgegriffen hat. Alle drei Kandidaten sollten „die gleichen fairen Möglichkeiten“ haben, sich den Mitgliedern vorzustellen, hieß es am Sonntag aus Parteikreisen.

Möglich scheint auch ein TV-„Triell“: Kramp-Karrenbauer sagte der taz, alle CDU-Mitglieder sollten sich trotz der Corona-Pandemie ein objektives Bild der Kandidaten machen können. Deshalb werde ein Diskussionsformat erwogen. Die ARD hatte laut Spiegel eine Anfrage für ein TV-Streitgespräch vor dem Parteitag im Dezember gestellt. Dem Bericht zufolge äußerte sich vor allem Laschet skeptisch. Röttgen* zeigte sich auf Twitter hingegen erfreut. Das überrascht nicht: Laschet und Merz hatten bislang deutlich mehr Rampenlicht als Röttgen abbekommen. Merz stand zuletzt wegen eines Interviews allerdings auch groß in der Kritik.

Eng verknüpft mit dem CDU-Vorsitz ist die Frage, wer die Kanzlerkandidatur der Union für die Bundestagswahl 2021 übernimmt. CDU-Vize Volker Bouffier fordert, hier bereits vor dem Parteitag im Dezember eine Klärung herbeizuführen. „Egal, wer kandidiert, muss wissen, ob er auch Kanzlerkandidat werden wird oder nicht“, sagte er der Fuldaer Zeitung vom Samstag. „Zugleich müssen sich Markus Söder und die CSU entscheiden, wie sie die Dinge sehen.“

CDU-Vorsitz: Söder bremst weiter - auch JU will nichts überstürzen

JU-Chef Kuban wies den Vorstoß zurück. „Wir wählen Anfang Dezember in Stuttgart einen neuen Parteichef und nominieren danach gemeinsam mit der CSU einen Kanzlerkandidaten“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Ich halte Ende März dafür auch weiterhin für einen guten Zeitpunkt - nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.“ Diese sind für den 14. März geplant.

CSU-Chef Söder, der in Umfragen zu potenziellen Kanzlerkandidaten sehr gute Werte erreicht, lehnt die Kanzlerkandidatur bislang ab. Er will in Bayern bleiben, wie er bei einem virtuellen CSU-Parteitag am Samstag erneut betonte. Zum zeitlichen Ablauf sagte er, zunächst werde die CDU ihren Parteitag abhalten und „dann reden wir über die Kanzlerkandidatur“.

Die CDU habe für den Parteivorsitz „drei großartige Bewerber“, sagte Söder. Er werde „mit jedem gut zusammenarbeiten“. NRW-Ministerpräsident Laschet, Ex-Unionsfraktionschef Merz und der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Röttgen, bewerben sich um die Nachfolge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Beim Parteitag in Stuttgart am 4. Dezember werden die 1001 Delegierten den neuen CDU-Vorsitzenden wählen. (AFP/fn/dpa) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Football news:

Barcelona ist besorgt über die Form von Pjanic. Der Klub glaubt, dass er im Urlaub beim FC Barcelona nicht ausreichend gearbeitet habe, um die Fitness von Mittelfeldspieler Miralem Pjanic zu verbessern, teilte Diario Sport mit. Die Mannschaft glaubt, dass der Bosnier in einem schlechten Zustand ins Team gekommen ist, weshalb er jetzt hinter seinen Teamkollegen zurückbleibt und nicht die erforderliche Intensität zeigt
Laport unterstützte Van Dyck: es tut mir Leid, Bro. Keine Freude, obwohl wir Gegner sind
Lautaro Martinez: Messi ist der beste der Welt. Er ist den anderen immer einen Schritt Voraus: Inter-Stürmer Lautaro Martínez hat sich über Barcelonas Stürmer Lionel Messi sehr geäußert
Das Atlético-Stadion wurde im Rahmen der Aktion gegen Brustkrebs rosa gefärbt
Frank Lampard: in der Champions League ist nichts einfach so gegeben. Es ist eine großartige Plattform, um den neuen Chelsea-Trainer Frank Lampard vor dem anstehenden Champions-League-Spiel gegen den FC Sevilla zu lernen
Ronaldo kam nicht in die Bewerbung von Juve für das Spiel mit Dynamo Kiew
Brune über die Rolle des Kapitäns: nicht erwartet. Morgen geht es nicht um mich, sondern um die Mannschaft. Jeder sollte der Anführer sein