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Germany

Kuh entkommt dem Metzger: Tierschützerin kann das nicht mitansehen - und schreitet ein

Wirbel um eine Kuh in Seeshaupt: Am Freitag entkam das Tier auf dem Weg zum dortigen Metzger. Eine Tierschützerin, die zufällig des Weges kam, startete eine verzweifelte Rettungsaktion - vergeblich.

Kuriose Szenen spielten sich am späten Freitagvormittag in Seeshaupt ab: Eine angelieferte Kuh, die bei einer örtlichen Metzgerei geschlachtet werden sollte, riss sich los und konnte erst nach einiger Zeit wieder eingefangen werden. „Der anliefernde Landwirt hatte leider den Strickhalfter nicht gescheit festgezurrt, deshalb konnte das Tier entkommen“, sagte der Metzgerei-Chef. „Aber es war nicht dramatisch, nach fünf Minuten war der Fall erledigt.“ 

Seeshaupt: Tierschützerin kann „Kuh-Drama“ nicht mitansehen - und startet Rettungsaktion

Nicht ganz so locker nahm den Vorfall die Seeshaupterin Petra Renger, eine bekennende Tierschützerin. Sie kam gerade mit dem Auto die Bahnhofstraße entlanggefahren, als sie das „Drama“, wie sie es nennt, mit eigenen Augen erlebte: „Die Mitarbeiter der Metzgerei haben die Kuh, die schon völlig erschöpft war und die Zunge raushängen ließ, mit einem Strick um den Hals herumgezerrt, sodass sie gar keine Luft mehr bekam.“ Weil sie es nicht mitansehen konnte, sei sie mitten ins Geschehen gesprungen und habe den Mitarbeitern angeboten, ihnen die Kuh abzukaufen. 

„Das hätte ich gerne gemacht“, sagte der Landwirt unserer Zeitung. Doch das Problem: Wohin mit dem Tier? Renger habe verzweifelt versucht, mit den Tierschützern von Gut Aiderbichl – dort ist sie Mitglied – einen Platz für das Tier zu organisieren. Sogar bei der Aiderbichl-Zentrale in Österreich hat sie mehrmals angerufen, auch ohne Erfolg: „Die haben gesagt, man müsste erst mit dem Veterinäramt sprechen, außerdem habe man keinen Platz frei“, bedauert Renger. Geärgert habe sie sich über die Metzgerei-Mitarbeiter, sagt sie: „Die haben mich ausgelacht und gesagt, ich solle mich schleichen.“ Der Landwirt wiederum sagt, die Frau hätte sie beleidigt, sie wollten sie nur schützen. Schließlich brachte der Landwirt das Tier wieder zurück in den Stall, wo es sich erholen kann. „Ein Mitarbeiter des Veterinäramts war da, der Kuh geht es gut“, sagte der Landwirt. „Zum Glück ist alles glimpflich verlaufen.“ Renger wiederum war so erbost, dass sie Anzeige wegen Tierquälerei gegen den Bauern und die Metzgerei-Mitarbeiter erstatten wollte.

bo

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