LSB-Präsident Thomas Härtel, Direktor Friedhard Teuffel, Sportjugend-Vorsitzender Steffen Sambill und Kathrin Brachwitz, Vorsitzende der LSB-Präsidentenversammlung, haben sich in einem gemeinsamen Schreiben an den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, gewandt.

Kontaktsport und Team-Rudern in Berlin bleiben weiter verboten. In einem Brief an den Regierenden Bürgermeister drückt der Landessportbund sein Unverständnis über teilweise nicht nachvollziehbare Regeln und Ungleichbehandlung aus.

Am Vortag hatten Sportlerinnen und Sportler vor dem Roten Rathaus bereits dafür demonstriert, dass der Senat die Abstandsregeln bei sogenannten Kontaktsportarten abschafft. Berlin ist mittlerweile das einzige Bundesland mit so strikten Verboten beispielsweise für Fußball, Handball, Hockey, Kampfsportarten und Teambesetzungen etwa beim Rudern und Kanu. „Wir fordern insbesondere die Anpassung an die Regeln im Land Brandenburg und hoffen sehr, dass der Senat schnellstmöglich eine positive Entscheidung trifft“, betonte LSB-Präsident Thomas Härtel.

Auszüge des LSB-Briefes an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (Foto: zvg)
Auszüge des LSB-Briefes an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (Foto: zvg)

Und weiter: „Wir sind uns der Verantwortung, die auf uns in der Corona-Pandemie lastet, sehr wohl bewusst. Wir haben mit umfassenden Hygienekonzepten die schrittweise Wiederaufnahme sportlicher Angebote begleitet und unterstützen alle Maßnahmen für den Infektionsschutz. Zunehmend wächst bei uns Unverständnis über teilweise nicht nachvollziehbare Regeln und Ungleichbehandlung. Insbesondere bedauern wir die mangelnde Abstimmung mit Brandenburg, die zur Folge hat, dass immer mehr Vereine ihr Training in die Umlandgememeinden verlagern, wo auch z.B. Kontaktsport für Kinder und Jugendliche bis 27 Jahren sowohl auf den Sportplätzen wie auch in den Sporthallen wieder möglich ist.“

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Der LSB macht Druck und fordert abschließend: „Jetzt geht es uns um transparente und nachvollziehbare Regeln für die Wiederaufnahme unseres Sports in seiner Breite.“